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Update: Status von Franz
Geschrieben von: Michaela Preihs   
Montag, den 20. Juli 2009 um 05:34 Uhr
Liebe Besucher von franzpreihs.at !
Aufgrund der zahlreichen Anfragen ein kleines Update über den Zustand von Franz und seinem Knie.
bad goisern 1
Franz ist seit seiner Rückkehr aus den USA in physiotherapeutischer Behandlung und wurde mittlerweile mehrmals mittels MR und CT untersucht. Mittlerweile wird davon ausgegangen dass es sich zu 99% um einen deffekten Schleimbeutel im linken Knie von Franz handelt, welcher sich in nicht vorhersehbaren Situationen in den Kniegelenkspalt einklemmt. Aufgrund dessen wird das Knie von Franz am 5. August athroskopiert und operativ versorgt. Die Ärzte und Franz gehen davon aus dass der Eingriff und Heilungsprozess problemlos verläuft und Franz 1-2 Wochen nach der Operation wieder mit dem Radtraining beginnen kann.
Zur Zeit geht es Franz eigentlich sehr gut, am 18. Juli absolvierte er die Salzkammergut Trophy in Bad Goisern (207 km / 7500 Höhenmeter) und war  sehr zufrieden mit seiner Leistung. 

Leider wurde das Rennen aufgrund des extremen Schlechtwetters (Schneefall, Temperaturen um den Gefrierpunkt) vom Veranstalter aus Sicherheitsgründen nach circa 7 Stunden und 130 absolvierten Kilometern abgebrochen. Franz: "Ich war froh wieder mal am Bike zu sitzen und hatte trotz der widrigen Witterungsverhältnisse eine Menge Spass. Technisch war es wirklich eine Herausforderung aufgrund der enormen Wassermassen fuhr man oft wirklich im Blindflug die anspruchsvollen Single Trails bergab. Ausserdem beruhigt mich die Tatsache dass im Knie kein gröberer Schaden ist. Während des RAAM befürchteten wir ja schon schlimmeres und der Schleimbeutel ist daher wirklich das kleinere Übel. Ich blicke jetzt mal positiv der Athroskopie entgegen und freue mich schon wenn ich das Training wieder zu 100% aufnehmen kann!"

Im Anschluss an die OP wird sich Franz in der Therme Nova Köflach erholen und auf die Renneinsätze im Herbst vorbereiten. Die ursprünglich geplante Teilnahme am RACE AROUND AUSTRIA ist leider nicht realisierbar, dafür hat Franz in Absprachen mit seinen Betreuern einen nicht ganz unwürdigen Ersatzplan entworfen.bad goisern 2
Wenn alles nach Plan läuft wird Franz Anfang September noch ein 24 Stunden Rennen bestreiten, Mitte September noch einen großen Radmarathon fahren und im Oktober seine Saison mit einer Teilnahme bei der Crocodile Trophy in Australien abschliessen. Der langfristige Fokus gilt aber ganz klar der Dritten Teilnahme beim RACE ACROSS AMERICA im Juni 2010!
Natürlich hätte wir uns auch gewünscht dass die erfolgreiche Saison 2008 im heurigen Jahr ihre Fortsetzung findet, aber wie überall im Leben gibt es auch im Sport Durststrecken zu bewältigen. Doch wir werden unsere Ziele weiterhin verfolgen und in die Zukunft blicken.

Letzendlich möchten wir uns ganz herzlich für die vielen Genesungswünsche bedanken und freuen uns auf ein Wiedersehen "on the Road" ...
Michaela und Franz
 

 
Statement von Franz
Geschrieben von: Franz Preihs   
Donnerstag, den 25. Juni 2009 um 03:54 Uhr
Liebe Besucher meiner Homepage, liebe Freunde und Fans!
Ich moechte mich auf diesem Weg persoenlich zu Wort melden, um die letzten Tage mit Euch gemeinsam Revue passieren zu lassen.
Erstmals moechte ich auf diesem Weg meiner CREW ein riesen Lob aussprechen. Es war auch fuer mich erstaunlich, mit welcher Professionalitaet die Jungs und Maedels ans Werk gegangen sind. Unglaublich, was sie vor, waehrend und auch nach dem Rennen geleistet haben. Vielen Dank!
Natuerlich wart auch Ihr, die Besucher meiner Webpage eine grosse Motivation fuer mich und ich moechte mich ganz herzlich fuer die vielen aufmunternden Botschaften und Gaestebucheintraege bedanken!

Zum Rennen selbst: ich war topmotiviert und fand fuer meine Verhaeltnisse schon relativ frueh, in der ersten Nacht meinen Rythmus. Aber bereits am zweiten Tag, im Anstieg nach Congress / Arizona verspuerte ich einen ungewohnten Schmerz im linken Knie. Nicht die ueblichen Belastungsschmerzen, wie sie bei Rennen solcher Dimensionen immer wieder einmal auftreten, sondern einen viel tiefer im inneren des Knies liegenden, bedrohlichen Schmerz. Von Andrae und Anja wurden sofort erste Massnahmen gesetzt. Das Knie wurde infiltriert, mit Eis behandelt und getaped. Das funktionierte eine Weile ganz gut, aber im Anstieg nach Flagstaff wurden die Schmerzen zunehmends staerker. Also wieder Schmerztherapie, diesmal bis zur Schlafpause. Nach 39 Stunden ging es dann endlich ins Bett. 2,5 Stunden wohlverdienter Schlaf fuehrten auch dazu, dass sich mein Knie wieder beruhigte, wurde es doch waehrend der Schlafpause von Anja therapiert. Die ersten Stunden des dritten Tages verliefen also gar nicht so schlecht und ich schoepfte wieder neue Hoffnung...
Weiterlesen...
 
Mon
22.
Juni
Der Kampf hat ein Ende
Geschrieben von: Barbara Gstöttinger   
Der Kampf hat ein Ende – Rennstopp für Franz beim RAAM 2009
Selbst unvorstellbare Schmerzen haben unseren Franz nicht stoppen können. Sein eiserner Wille hat ihn bis zum Schluß zu unglaublichen Höchstleistungen angetrieben.
Gestern hatte Franz den letzten Teil der Rocky Mountains vor Augen. Am 3200m hohen La Manga Paß war es ihm jedoch auf Grund der extremen Schmerzen im linken Knie nicht mehr möglich in die Pedale zu treten und den letzten, steilsten Teil der Strecke zu bewältigen.
Arzt und Teamchef Andrae hat keine andere Möglichkeit mehr gesehen, als das Rennen für Franz zu beenden. Der Zustand seines Knies war bereits dermaßen bedenklich, dass bleibende Schäden im Gelenk durch weitere Belastung nicht mehr auszuschließen gewesen wären.
Damit ist das Race Across America 2009 für Franz leider verfrüht vorbei. Obwohl er bereits mit einem leicht lädierten Knie ins Rennen gegangen ist, haben ihn sein unglaublicher Ehrgeiz, sein Durchhaltevermögen und sein eiserner Wille vorwärts getrieben.
Durch diese nachhaltige Entscheidung ist die weitere sportliche Karriere für Franz gesichert. Er ist daher mit der Entscheidung seines Arztes voll auf einverstanden und akzeptiert den Rennabbruch.
An dieser Stelle möchte ich mich unbedingt bei euch allen zu Hause, und überall sonst wo ihr vor euren Computern sitzt, bedanken: DANKE für´s Mitfiebern, für eure zahlreichen Gästebucheinträge und für´s Daumen halten. Ich hoffe ich konnte euch über die Homepage an unserem Abenteuer teilhaben lassen und best möglich auf dem Laufenden halten! Es war mir eine wahre Freude J
Lg eure Babsi


 






 
Son
21.
Juni
Aktuelle Platzierung
Geschrieben von: Barbara Gstöttinger   
Platzierung an der TS 18 – die schnellsten 10
1.       Robic (SLO)
2.       Wyss (SUI)
3.       Baloh (SLO)
4.       Strasser (AUT)
5.       Gulewicz (AUT)
6.       Oyler (CAN)
7.       Popp (USA)
8.       O´Keeffe (CAN)
9.       Preihs – der FRANZINATOR
10.   Clarindo (BRA)
usw. usf.
Es ist ein Wechselbad der Gefühle! Dem Franz geht es derzeit wirklich nicht gut. Er hat noch so viel mentale Energie, aber sein linkes Knie ist mittler Weile mindestens doppelt so groß wie das rechte Knie. Franz kämpft nur noch gegen die Schmerzen… Dadurch muss er natürlich um einiges langsamer fahren, er bringt einfach nicht mehr den gewohnten Druck auf die Pedale. Dass die geplante Zeit von 10 Tagen Fahrzeit nicht mehr zu schaffen ist, ist nun schon länger klar. Wie man an der Platzierung sieht, ist er aber nach wie vor absolut spitzenmäßig platziert!!!
 Man darf max. 12 Tage und 12 Stunden für die ca. 5.000 km benötigen – ein Finish kann sich noch ausgehen – rein theoretisch … wenn das Knie mitspielen würde…



Lg Babsi
 
Son
21.
Juni
Die Crew
Geschrieben von: Barbara Gstöttinger   
Die Franz Preihs – Superstar – Crew
Niemand könnte jemals dieses härteste aller harten Radrennen überstehen, ohne eine gute Crew hinter sich zu haben. Daher möchte ich euch ein paar Worte dazu erzählen, was die Crew eigentlich das ganze Rennen über macht!
Im Allgemeinen arbeiten wir in 12-Stunden-Schichten für Franz. Dabei wechseln die Meisten von uns zwischen Schichten im Pacecar, dem Küchen-Camper und dem Medien-Camper. Nach einer Schicht wechselt man laut Plan in einen anderen Wagen und macht dort mit dem nächsten Dienst weiter. Geschlafen wird in der Nacht, wenn auch Franz seine ca. 3-stündige Pause macht und bei Bedarf unter Tags während dem Fahren, so fern genug Leute für die anfallenden Arbeiten im Wagen da sind.
Das Pacecar muss immer direkt bei Franz sein. Es leuchtet ihm den Weg aus, warnt den Strassenverkehr vor, macht die Ernährung, navigiert für Franz, sorgt sich um seine Ernährung, ist mittels Mikro und In-Ear mit Franz in direkten Kontakt und spielt ihm Musik ein.
Im Küchen-Camper wird für die Crew gekocht, da Franz´ Ernährung, die fast ausschließlich aus Flüssignahrung besteht, direkt im Pacecar zubereitet wird. Die Camper dürfen übrigens mit dem Pacecar nie im Konvoi fahren. Dieser Camper sorgt auch dafür, dass immer alles nachgekauft wird und wir mit allem notwendigen ausgestattet sind.
Im Medien-Camper sind meistens drei Laptops in Betrieb und bereiten Homepageeinträge, Videos und Fotos auf. Internet suchen wir uns über Wireless-Zugang sobald wir in der Nähe einer Stadt sind. Natürlich versucht auch dieser Camper immer in der Nähe von Franz zu bleiben, um gute Aufnahmen machen zu können, die ihr dann auf der Homepage zu sehen bekommt.
So… ich denke jetzt habt ihr auch über die Crewtätigkeit einen guten Überblick bekommen!
Lg und bis demnächst

 
Son
21.
Juni
Erstes Drittel geschafft
Geschrieben von: Barbara Gstöttinger   
1000 Meilen = 1/3 geschafft!
Es ist eine harte Nacht. Franz konnte sich nach dem kalten Wetter und dem Schneeregen auf dem La Manga Pass nicht mehr richtig erwärmen, sodass ihm nun schon seit Stunden richtig kalt ist. Er hat vier Jacken an und trotzdem Schüttelfrost.
Die Angst besteht nun auf jeden Fall, dass sich sein geschwächter Körper auch noch eine  handfeste Verkühlung zuzieht. Schließlich sind wir auch noch die nächsten Timestations auf ca. 3.300 – 2.000 m Höhe unterwegs und es ist wirklich ganz furchtbar kalt.
Das Knie … ja, das liebe Knie… besser wird es in diesem Rennen sicher nicht mehr werden – schlechter glücklicher Weise derzeit auch nicht. Aber die Umstände, mit denen Franz hier zu kämpfen hat lassen einfach keine Kalkulationen zu. Es kann alles kommen, es kann alles passieren.
Natürlich sieht in der Nacht auch immer alles ein weniger trister aus, als am Tag, da auch Franz am hellichten Tag viel motivierter ist. Trotzdem sollte gesagt werden, dass man zum jetzigen Zeitpunkt einfach nur hoffen muss. Hoffen, dass etwas unvorhergesehen Gutes geschieht, damit ein Finish nach wie vor realistisch bleibt.
Es liegt jetzt das erste Drittel hinter uns und Franz hat noch die doppelte Entfernung vor sich. Es wird nicht leichter werden, aber es wär noch jede Menge Zeit für überraschende Wenden – in welcher Art und Weise auch immer. Denn, dass unser Franzinator für Überraschungen gut ist, das wissen wir alle. Man bedenke nur: letztes Jahr hat er sich ca. in der Hälfte des Rennens das Schlüsselbein gebrochen und niemand hätte je erwartet, dass man in diesem Zustand eine derartige Odyssee zu Ende bringen kann – aber Franz hat es trotzdem geschafft!!!
Lg Babsi

 
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