Preihs Ultracycling

Stories & Projects

Der Live-Blog zum Race Across America 2009!
Category: RAAM Tagebuch 2009

Der Kampf hat ein Ende

22 Jun 2009 Written by Barbara Gstöttinger
Der Kampf hat ein Ende – Rennstopp für Franz beim RAAM 2009
Selbst unvorstellbare Schmerzen haben unseren Franz nicht stoppen können. Sein eiserner Wille hat ihn bis zum Schluß zu unglaublichen Höchstleistungen angetrieben.
Gestern hatte Franz den letzten Teil der Rocky Mountains vor Augen. Am 3200m hohen La Manga Paß war es ihm jedoch auf Grund der extremen Schmerzen im linken Knie nicht mehr möglich in die Pedale zu treten und den letzten, steilsten Teil der Strecke zu bewältigen.
Arzt und Teamchef Andrae hat keine andere Möglichkeit mehr gesehen, als das Rennen für Franz zu beenden. Der Zustand seines Knies war bereits dermaßen bedenklich, dass bleibende Schäden im Gelenk durch weitere Belastung nicht mehr auszuschließen gewesen wären.
Damit ist das Race Across America 2009 für Franz leider verfrüht vorbei. Obwohl er bereits mit einem leicht lädierten Knie ins Rennen gegangen ist, haben ihn sein unglaublicher Ehrgeiz, sein Durchhaltevermögen und sein eiserner Wille vorwärts getrieben.
Durch diese nachhaltige Entscheidung ist die weitere sportliche Karriere für Franz gesichert. Er ist daher mit der Entscheidung seines Arztes voll auf einverstanden und akzeptiert den Rennabbruch.
An dieser Stelle möchte ich mich unbedingt bei euch allen zu Hause, und überall sonst wo ihr vor euren Computern sitzt, bedanken: DANKE für´s Mitfiebern, für eure zahlreichen Gästebucheinträge und für´s Daumen halten. Ich hoffe ich konnte euch über die Homepage an unserem Abenteuer teilhaben lassen und best möglich auf dem Laufenden halten! Es war mir eine wahre Freude J
Lg eure Babsi


 






Category: RAAM Tagebuch 2009

Aktuelle Platzierung

21 Jun 2009 Written by Barbara Gstöttinger
Platzierung an der TS 18 – die schnellsten 10
1.       Robic (SLO)
2.       Wyss (SUI)
3.       Baloh (SLO)
4.       Strasser (AUT)
5.       Gulewicz (AUT)
6.       Oyler (CAN)
7.       Popp (USA)
8.       O´Keeffe (CAN)
9.       Preihs – der FRANZINATOR
10.   Clarindo (BRA)
usw. usf.
Es ist ein Wechselbad der Gefühle! Dem Franz geht es derzeit wirklich nicht gut. Er hat noch so viel mentale Energie, aber sein linkes Knie ist mittler Weile mindestens doppelt so groß wie das rechte Knie. Franz kämpft nur noch gegen die Schmerzen… Dadurch muss er natürlich um einiges langsamer fahren, er bringt einfach nicht mehr den gewohnten Druck auf die Pedale. Dass die geplante Zeit von 10 Tagen Fahrzeit nicht mehr zu schaffen ist, ist nun schon länger klar. Wie man an der Platzierung sieht, ist er aber nach wie vor absolut spitzenmäßig platziert!!!
 Man darf max. 12 Tage und 12 Stunden für die ca. 5.000 km benötigen – ein Finish kann sich noch ausgehen – rein theoretisch … wenn das Knie mitspielen würde…



Lg Babsi
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Die Crew

21 Jun 2009 Written by Barbara Gstöttinger
Die Franz Preihs – Superstar – Crew
Niemand könnte jemals dieses härteste aller harten Radrennen überstehen, ohne eine gute Crew hinter sich zu haben. Daher möchte ich euch ein paar Worte dazu erzählen, was die Crew eigentlich das ganze Rennen über macht!
Im Allgemeinen arbeiten wir in 12-Stunden-Schichten für Franz. Dabei wechseln die Meisten von uns zwischen Schichten im Pacecar, dem Küchen-Camper und dem Medien-Camper. Nach einer Schicht wechselt man laut Plan in einen anderen Wagen und macht dort mit dem nächsten Dienst weiter. Geschlafen wird in der Nacht, wenn auch Franz seine ca. 3-stündige Pause macht und bei Bedarf unter Tags während dem Fahren, so fern genug Leute für die anfallenden Arbeiten im Wagen da sind.
Das Pacecar muss immer direkt bei Franz sein. Es leuchtet ihm den Weg aus, warnt den Strassenverkehr vor, macht die Ernährung, navigiert für Franz, sorgt sich um seine Ernährung, ist mittels Mikro und In-Ear mit Franz in direkten Kontakt und spielt ihm Musik ein.
Im Küchen-Camper wird für die Crew gekocht, da Franz´ Ernährung, die fast ausschließlich aus Flüssignahrung besteht, direkt im Pacecar zubereitet wird. Die Camper dürfen übrigens mit dem Pacecar nie im Konvoi fahren. Dieser Camper sorgt auch dafür, dass immer alles nachgekauft wird und wir mit allem notwendigen ausgestattet sind.
Im Medien-Camper sind meistens drei Laptops in Betrieb und bereiten Homepageeinträge, Videos und Fotos auf. Internet suchen wir uns über Wireless-Zugang sobald wir in der Nähe einer Stadt sind. Natürlich versucht auch dieser Camper immer in der Nähe von Franz zu bleiben, um gute Aufnahmen machen zu können, die ihr dann auf der Homepage zu sehen bekommt.
So… ich denke jetzt habt ihr auch über die Crewtätigkeit einen guten Überblick bekommen!
Lg und bis demnächst

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Erstes Drittel geschafft

21 Jun 2009 Written by Barbara Gstöttinger
1000 Meilen = 1/3 geschafft!
Es ist eine harte Nacht. Franz konnte sich nach dem kalten Wetter und dem Schneeregen auf dem La Manga Pass nicht mehr richtig erwärmen, sodass ihm nun schon seit Stunden richtig kalt ist. Er hat vier Jacken an und trotzdem Schüttelfrost.
Die Angst besteht nun auf jeden Fall, dass sich sein geschwächter Körper auch noch eine  handfeste Verkühlung zuzieht. Schließlich sind wir auch noch die nächsten Timestations auf ca. 3.300 – 2.000 m Höhe unterwegs und es ist wirklich ganz furchtbar kalt.
Das Knie … ja, das liebe Knie… besser wird es in diesem Rennen sicher nicht mehr werden – schlechter glücklicher Weise derzeit auch nicht. Aber die Umstände, mit denen Franz hier zu kämpfen hat lassen einfach keine Kalkulationen zu. Es kann alles kommen, es kann alles passieren.
Natürlich sieht in der Nacht auch immer alles ein weniger trister aus, als am Tag, da auch Franz am hellichten Tag viel motivierter ist. Trotzdem sollte gesagt werden, dass man zum jetzigen Zeitpunkt einfach nur hoffen muss. Hoffen, dass etwas unvorhergesehen Gutes geschieht, damit ein Finish nach wie vor realistisch bleibt.
Es liegt jetzt das erste Drittel hinter uns und Franz hat noch die doppelte Entfernung vor sich. Es wird nicht leichter werden, aber es wär noch jede Menge Zeit für überraschende Wenden – in welcher Art und Weise auch immer. Denn, dass unser Franzinator für Überraschungen gut ist, das wissen wir alle. Man bedenke nur: letztes Jahr hat er sich ca. in der Hälfte des Rennens das Schlüsselbein gebrochen und niemand hätte je erwartet, dass man in diesem Zustand eine derartige Odyssee zu Ende bringen kann – aber Franz hat es trotzdem geschafft!!!
Lg Babsi

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La Manga Pass

21 Jun 2009 Written by Barbara Gstöttinger
Schneeregen in 3.420m Höhe
Haben wir uns gerade erst vor ein paar Stunden über die zurückkehrende Sonne gefreut, sind wir plötzlich mit Schneeregen (!!!) konfrontiert.
Franz hat den La Manga Pass (mit 3.420m Höhe) und einige Mitstreiter – Garcia (ESP), Cook (CA), Rees (GBR) -  erfolgreich hinter sich gelassen! Er ist einfach ein spitzenmäßiger Bergfahrer!
Wie immer versucht die Crew natürlich unseren Franz zu pushen. Da werden Witze und kleine Anekdoten aus dem Leben erzählt, Ratespiele gespielt z.B. Synonyme für diverse unterschiedlichste Ausdrücke ;-) und einiges mehr. Ganz besonders freut er sich aber immer, wenn wir ihm beim Fahren über das In-Ear Gästebucheinträge vorlesen und Glückwünsche weiterleiten.
Daher jetzt der Auftrag an EUCH alle die ihr vor den Computern sitzt und mit dem Franz mitfiebert: Schaut so oft wie möglich auf die Homepage und schreibts weiterhin so fleißig Gästebucheinträge, am Besten einfach jedes Mal wenn ihr reinschaut. Denn das ist EUER ALLER Beitrag dazu, den Franz zu motivieren und ihn ins Ziel zu bringen – und das ist schließlich das was wir alle schaffen wollen, nicht wahr?
Also, ich freu mich auf eure zahlreichen motivierenden Einträge!
Glg eure Babsi

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