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Mürzman Extrem Duathlon (10/100/21) |
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Geschrieben von Franz Preihs
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Sonntag, 27. April 2003 |
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Tagwache um kurz vor 6 und der erste prüfende Blick aus dem Fenster. Wie so oft im April hatte es am Vorabend noch angenehme 20 Grad - doch die Nacht hatte in Windeseile eine Kaltfront gezaubert, inklusive dazugehörigem Nieselregen, wolkenverhangenen Himmel und leichtem Wind. Aber bekanntlich kann man sich das Wetter nicht aussuchen, und deswegen machte ich mir auch keine weiteren Gedanken darüber.
Vor mir liegen 10 km laufen, dann 100 km über den Lahnsattel und das Niederalpl (das alles andere als nieder ist) auf dem Rad, und danach nochmals 21 km laufen. Nachdem wir die Nacht bei meinen Eltern in Mitterdorf verbracht hatten, hielt sich die Hektik in der Früh in Grenzen - zumal es von Mitterdorf nach Mürzzuschlag gerade mal 20 km sind. Nach dem gewohnten Pre-Race Vorbereitungen verstaute ich alles nötige im Auto - weckte die Maus und das Abenteuer "Mürzmann" konnte beginnen. In Mürzzuschlag räume ich zu Beginn gleich meine Sachen in die Wechselzone und stelle mich dann um die Startnummer an. Um die 30 Einzelkämpfer und circa ebensoviele Staffeln werden heute an den Start gehen. 09.00: Start ! Die 10 km Runde ist mir bekannt und ich weis das ich auf de ersten Steigung über circa 4.5 km keine Probleme haben würde. Es geht erstaunlich einfach und ich hänge mich an Alex Frühwirth - den österreichischen Rekordhalter über die Ironman Distanz - und nebenbei auch Streckenrekordhalter in Mürzzuschlag. Das Tempo ist zwar ziemlich hoch, und auch das Höhenprofil (knapp 300 HM) auf der 10 km Schleife ist nicht zu unterschätzen - trotzdem bleiben wir konstant und ehe ich mich versehe laufe ich als Zweiter zusammen mit Alex Frühwirth in die Wechselzone. Die Split Zeit für den ersten 10´er ist 00:36:14 ! Schuhe ausziehen, Helm rauf, Rad und los gehts. Vor mir liegen 100 km über 2 Berge bei mittlerweilem strömenden Regen und Temeperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Mit kurzem Triathlondress ist das alles andere als bequem. Aber egal - was jetzt zählt ist einen guten Rythmus am Rad zu finden um den Anschluss nicht zu verlieren. Der gleichmässig steigende Graben bis Mürzsteg (km 30) ist schnell absolviert, und immer ungefähr auf gleicher Höhe kämpfen uns Alex und ich den Lahnsattel hoch. Die Finger sind klamm und auch die Oberschenkel sind angesichts der 3 Grad Lufttemperatur und einer Fahrtgeschwindigkeit jenseits der 70 auf der Abfahrt vom Lahnsattel nach Terz, nicht gerade begeistert. Ich vetreibe mir die Zeit mit Fingergymnastik und mache mir das erstemal Gedanken wie ich in der Wechselzone mit diesen steifen Fingern aus meinen Radschuhen bzw. in die Laufschuhe kommen soll. Aber bis dorthin liegen auch noch gute 50 km und beinahe 1000 HM vor mir. Von Mariazell rollen wir Richtung Wegscheid - die meiste Zeit bergab, eher wir dort vor einer Mauer oder besser gesagt einem Berg stehen. Das Niederalpl begrüßt uns mit Nebel und leichtem Schneefall oder eisigem Regen. Ich bin froh Michi und meine Eltern zu sehen - das gibt Kraft und ist mir wichtig. Wie heist es so schön: wenn es bergauf geht - geht es irgendwann auch wieder bergab. Auch am Niederalpl trifft dieser weise Spruch zu, und irgendwann haben auch wir die Passhöhe erreicht. Im Höllentempo gehts runter Richtung Mürzsteg. 70 km liegen hinter uns und wir liegen gut in der Zeit. Kurz vor Neuberg tritt Alex an, und ich lasse ihn ziehen - angesichts der steifen Muskulatur und dem bevorstehenden Halbmarathon möchte ich kein unnötiges Risiko eingehen. Nach 03.02.00 Std. auf dem Rad erreiche ich wieder die Wechelzone in Mürzzuschlag, und meine Befürchtungen hinsichtlich meiner tauben Finger bewahrheiten sich. Der Geist ist willig aber der Körper ist schwach. Ich brauche gute 3 Minuten um die Laufschuhe anzuziehen, und nur mit größtmöglicher Anstrengung und Konzentration gelingt es mir auch den Helm zu öffnen. Steif wie ein Brett beginne ich zu laufen und beginne den Halbmarathon etwas gemächlicher als die ersten 10 km. Erst nach circa 3 km, mitten in der Steigung zum Peterbauern erwärmt sich die Muskulatur etwas und ich kann wieder etwas Druck machen. Das Tempo ist mittlerweile ungefähr bei 04.30 min./km angesiedelt - und ich fühl mich noch relativ fit. Die erste Runde geht eigentlich ziemlich problemlos vorbei - ich freue mich darauf meine Prinzessin und meine Eltern in der Wechselzone zu sehen, und durchlaufe diese nach 46 min. Im vorbeilaufen gibts Cola und ich gehe in die letzte Runde. Bergauf wirds zwar mittlerweile schon ein bisschen beschwerlich aber mit vereinten Kräften (Körper + Geist) geht auch die 4,5 km bergauf Passage vorbei, und ich bin ziemlich glücklich nach 05 Stunden und 18 Minuten als zweitbester Österreicher und bester Steirer ins Ziel zu laufen. Im Nachhinein betrachtet war es schon ein ziemlich hartes Rennen, aber alles im allen auch ein sehr gelungenes. Lob gebührt auf diesem Wege auch dem Team um Gernot Greylinger / Fun Sports Tri Team - die sich wirklich eine Menge Mühe gegeben haben. Bedanken möchte ich mich auf diesem Wege bei meiner Prinzessin und meinen Eltern für die Unterstützung - die mir sehr geholfen hat. |
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Letzte Aktualisierung ( Montag, 26. März 2007 )
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