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UMCA RECORD "TRANSAUSTRIA WEST - EAST CROSSING"
718 km / 8868 hm in 27 Std. 17 Min.

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RAAM 2008 - Platz 4
Ich verneige mich vor meiner Crew: Andrae, Berndl, Heli, Manu, Michi, Roli, Stefan, Udo, Walter

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Heavyweight: Hypertrophietraining nennt sich das Zauberwort. Und dabei wachsen nicht nur die Oberschenkel von Franz

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Franz beim Leistungstest im Sportwissenschaftlichen Kompetenzzentrum der FH Bad Gleichenberg

RATA 2006 PDF Drucken
Geschrieben von Crew   
Montag, 10. Juli 2006

Gemeinsam mit seiner Frau Michaela, seinem Team-Chef und *** fuhr Franz am Donnerstag dem 06. Juli nach Nauders. Strahlender Sonnenschein begleitete sie bis nach Tirol, und erst kurz vor Nauders verfiel das Wetter zum typisch österreichischen Grau in Grau! 15 Grad Temperatursturz und heftige Regenschauer sorgten dafür dass sich alle Vier schnell wieder "Zuhause" fühlten. Das Briefing am Abend verlief ereignislos und man machte es sich in der horizontalen gemütlich. Am Renntag dann das selbe Wetter wie am Vorabend: grauer Himmel, um die 12 Grad und Regen. Franz nahm alles erstaunlich gelassen und verplüffte alle mit der Aussage: "Besser 24 Stunden Regen, als ein Gewitter. Da brauch ich mich wenigstens nicht darüber sorgen, vom Blitz erschlagen zu werden!"

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Punkt 12 Uhr ging dann am Hauptplatz von Nauders die Post ab! 33 Radfahrer aus 7 Nationen starteten zum "schwersten" Eintages-Radrennen der Welt. Neutralisiert ging es die ersten 35 Kilometer in moderatem Tempo über den Reschenpass bis nach Prad wo das Rennen offiziell freigegeben wurde. Franz versuchte von Beginn an seinen Rythmus und sein eigenes Tempo zu finden, was ihm auch erstaunlich schnell gelang. Die ersten 2000 Höhenmeter waren bald absolviert. Doch auch die Abfahrt vom Stelvio hatte es in sich. Die regennasse Strasse forderte vollste Konzentration. Franz hatte merklich Probleme sein Rad in den Kurven stabil zu halten. "Mit meinen Carbon Laufrädern hatte ich massive Probleme das Rad unter Kontrolle zu behalten. Oft dauerte es 100 Meter bis die Bremsen überhaupt griffen. Ausserdem war auch die Wahl meiner Bereifung nicht die Beste, denn bei jeder Kehre versetzte es mir das Hinterrad um einen halben Meter". So gestaltete sich die Abfahrt nach Bormio zu einer wahren Zitterpartie. Der lange Anstieg zum Gavia Pass machte dafür keine Probleme, und Franz kam gegen 17.00 noch recht frisch und guter Laune am Gavia an. Die schwierige Abfahrt und die technischen Probleme machten Franz und den Dreien im EALK-Voyager dafür wieder das Leben schwer. Endlos lange und teils in sehr schlechtem Zustand windet sich die Strasse Richtung Edolo. Lediglich die letzten Kilometer geben Gelegenheit es ein bisschen "Rollen" zu lassen und vor der Auffahrt nach Aprica ein wenig zu regenerieren. Aprica und die Abfahrt nach Tirano verliefen ohne Zwischenfälle und auch der gefürchtete Mortirolo machte Franz keine Probleme. Um 21 Uhr 20 erreichte er den Mortirolo Gipfel und somit die Timestation. Nach kurzem Kleiderwechsel ging es auch schon weiter. Eine lange, kräftzehrende Abfahrt wieder runter nach Edolo lies den Körper ordentlich auskühlen, ehe es unten sofrt wieder rauf zur Skistation Aprica ging. Mittlerweile war Franz mit Rainer Popp unterwegs und die beiden ergänzten sich ganz gut. In Tirano wurde diesmal links abgebogen, und kurz danach ging es auch schon über die Grenze in die Schweiz. Mittlerweile 23 Uhr 30, hatten die beiden den Bernina Pass vor sich. Knapp 2000 Höhenmeter zieht sich die Strasse endlos den Berg hinauf. Doch Rainer und Franz waren guter Dinge und hatten keine nennenswerten Probleme. Gegen 02.40 erreichten sie den höchsten Punkt, wurden wieder warm eingepackt und los ging es Richtung La Punt wo der Albula Pass schon wartete.

"Der Albula erscheint mir als der leichteste Pass beim Rata. Um ehrlich zu sein hab ich ihn während des Rennens gar nicht mitgezählt. Mir war wichtig den Bernina ohne größere Probleme zu überstehen, dann den Albula locker zu fahren, um die Kräfte für den Flüela zu schonen" erklärt Franz im Nachhinein seine Taktik. Am Albula wurde es mit den Carbon Felgen einfach zu riskant und gemeinsam wurde beschlossen die Mavic Felgen mit Alu Band zu montieren. Doch leider hatte das zu diesem Zeitpunkt auch nicht mehr viel Sinn. Die Bremsbeläge aus Kork (welche man für Carbon Laufräder verwendet) hatten mit dem Alu auch keine rechte Freude, und auch die Bontrager Mäntel waren nicht Erste Wahl für diese Witterunsbedingungen. "Es war deffinitiv eine Schlampigkeit von mir, ohne ausreichende Regenbereifung nach Nauders zu kommen. Aber zu diesem Zeitpunkt musste ich mit dem fahren was ich hatte, und wenn ich mich darüber groß geärgert hätte, wäre es auch nicht besser geworden" kommentiert Franz die Situation.

Über Tiefenchastel ging es im Anschluss weiter nach Davos wo schon der mächtige Flüela wartete. Franz und Rainer waren zu diesem Zeitpunkt noch immer gemeinsam unterwegs und das schon seit knapp 8 Stunden. Doch kurz vor dem Anstieg zum Flüela musste Franz einen Toilettenstop einlegen und Rainer zog nach vorne davon. "Leider hatten wir zu diesem Zeitpunkt eine Fehlinformation über den Rennstand" erklärt Michaela. "Wir wurden informiert dass Franz um den 15 Platz liege, tatsächlich war er aber am Anstieg zum Flüela an der Zehnten Stelle. Leider richteten wir dann auch den weiteren Rennverlauf nicht unbedingt auf volle Attacke aus, sondern auf ein garantiertes Durchkommen. Wir wollten einfach nichts riskieren. Die Drop Out Rate von mehr als 30 Prozent spricht ja beim RATA eine deutliche Sprache über die Härte des Rennens. Hätten wir gewusst dass es sich beim Aufeinandertreffen zwischen Franz und der Startnummer 21 eigentlich um ein Match um die Preisgeldränge gehandelt hat, wären wir den Ofenpass sicher mit mehr Mut zum Risiko gefahren".  Franz (noch immer im Glauben an 15´er Stelle zu liegen) versuchte das Tempo konstant zu halten und zeigte keine wirklichen Ambitionen sich mit der Startnummer 21 um das Preiseld zu matchen. Der Umbrail-Pass zehrte dann auch schon merklich an den Kräften und Franz war mehr als froh, als er um 13:00 Uhr das Stilfserjoch erreichte. Noch 65 Kilometer trennten ihn vom Ziel, und nach dem ewig langen Aufstieg von Prad auf den Reschenpass, war es um Punkt 15 Uhr 30 dann soweit. Nach genau 27 Stunden und 30 Minuten erreichte Franz das Ziel in Nauders. Der elfte Rang, eine schöne Finisher Trophäe und der Applaus der Zuseher waren der Lohn für 550 Kilometer und 13.800 Höhenmeter.

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 26. September 2006 )
 
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Rolf
Hi Michi hi Franz, 
so nun sitzen wir hier im Ötztal, genießen das schöne Ambiente und die Ruhe im Alpina. Der Sonntag kommt in riesen Schritten auf uns zu und wir sind heiß auf den Marathon. Nur eines ist diesmal anders: ... Ihr fehlt einf