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718 km / 8868 hm in 27 Std. 17 Min.

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RAAM 2008

Heavyweight: Hypertrophietraining nennt sich das Zauberwort. Und dabei wachsen nicht nur die Oberschenkel von Franz

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RAAM 2008 - Platz 4
Ich verneige mich vor meiner Crew: Andrae, Berndl, Heli, Manu, Michi, Roli, Stefan, Udo, Walter

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Franz beim Leistungstest im Sportwissenschaftlichen Kompetenzzentrum der FH Bad Gleichenberg

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RAAM Tagebuch

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XX ALPS 2005 PDF Drucken
Geschrieben von Franz Preihs   
Sonntag, 21. August 2005

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Vaduz (LIE.), 21.-22.08.2005
2250 km / 54.000 Höhenmeter

gefahrene Distanz: 525 km / 11.000 HM / 24 Stunden

XX-ALPS Homepage

AUS NACH 24 STUNDEN:

Was ist passiert!?
Am Donnerstag vor dem Start bin ich beim Zusammenpacken zuhause von einem Sessel gesprungen (30 cm) und hab einen kleinen stich im Knie verspürt. Nachdem das aber in keinster Weise ein bedrohlicher Schmerz gewesen ist, und nach 1 Sekunde schon wieder vorbei war machte ich mir darüber keine weiteren Gedanken.
Freitag Abend in Vaduz bemerkte ich beim bergabgehen ein ganz leichtes ziehen in meinem rechten Knie.
Über Nacht ein Flector Pflaster drauf und die Sache schien behoben! Ich schob es auf die lange Autofahrt und die fehlende Bewegung.
Am Timmelsjoch, nach 23 Stunden und 11.000 Höhenmetern ging dann plötzlich nichts mehr. Mein Knie lies sich einfach nicht mehr abbiegen.
Ab ins Krankenhaus nach Meran. Im KH. Meran waren wirklich alle sehr engagiert und bemüht, doch aus orthopädischer / sportmedizinischer sicht wurde mir dringend abgeraten das Rennen fortzusetzen. Die Ärzte warnten mich eindringlich davor mit einem weiterfahren bleibende Schäden am Knie zu provozieren.

Somit war die Entscheidung klar. Das XX ALPS 2005 wurde eine Geschichte ohne Happy End! In Hollywood Streifen oft eine willkommene Abwechslung, im realen Leben eine schmerzvolle Erfahrung. 

Rückblick zum Rennverlauf :

Anbei eine Schilderung der trotz allem doch recht ereignisreichen Tage sowie des Rennens.
Schon Mittwoch gegen Mittag trafen *** und *** bei uns in Mitterdorf ein. Im Gepäck das angemietete Wohnmobil und eine Menge gute Laune, Idealismus und Arbeitsgeist. Zusammen mit meinem Vater und Franz Lueger wurde sofort mit der Arbeit begonnen. Kabel wurden verlegt, Dachträger montiert, Kleidung sortiert. Auf gut Deutsch: den ganzen Tag bis spät in den Abend hinein wurde getüftelt, gebastelt, geschraubt und montiert. Ich nutzte den Tag für einen gemütlichen Lauf mit Michi und *** und lies es mir beim anschliessenden Grillen gut gehen. Abends kamen auch Thomas und Otto vorbei und die Zeit verging wie im Flug.
Der Donnerstag begann so wie der Mittwoch endete. Mit Arbeit! *** wurde kurzfristig nach Graz geschickt um einen 1000 Watt Spannungswandler für die Musikanlage zu besorgen, mein Vater und *** kümmerten sich um das Wohnmobil und den Chrysler und ich war mit Michi ein bisschen wandern auf der Hohen Veitsch.
Am Abend dann noch ein kleiner Spaziergang und ein gemeinsames Zusammensitzen im Garten und dann früh zu Bett.
Freitag läutete schon um 05.30 Uhr der Wecker. Thomas, Otto und Petra standen pünktlich vor der Tür und wie geplant starteten wir pünktlich um 7 Uhr Richtung Vaduz. Von der Reise kann ich recht wenig berichten, zumal ich die meiste Zeit schlafen im Wohnmobil verbrachte. Lediglich eine kurze Kaffee Pause irgendwo bei Salzburg und ein Tankstopp mitten (!) in München ist mir in Erinnerung geblieben.
Gegen 16 Uhr kamen wir schließlich bei unserem Quartier in Schellenberg / Liechtenstein an. Nach dem Beziehen der Zimmer ging jeder erst mal seinen eigenen kleinen Bedürfnissen nach. Ich war mit ** spazieren, Otto, Michi und *** gingen laufen, und auch Thomas und Petra vertrieben sich die Zeit mit etwas Bewegung. Kurz vor 18 Uhr traf dann mein Vater mit dem Motorrad ein. Das Team war komplett.
Abends lud Thomas dann noch zu einem opulenten Mal in ein luxuriöses Restaurant direkt an der Grenze zu Österreich ein wo wir es uns bei Bier und Käsespätzle gut gehen ließen.
Der Samstag stand schon im Zeichen des bevorstehenden Rennens und schön langsam machte sich bei mir auch Anspannung breit. Auch meine Betreuer wurden schon konzentrierter, stand doch das Rennen nun unmittelbar bevor. Doch zuerst gab es noch einige Dinge zu erledigen. Ein kurzer Ausflug nach Vaduz verkürzte uns die Wartezeit bis zur um 14 Uhr beginnenden Pressekonferenz. Gemeinsam mit meinen Mitstreitern stand ich den Journalisten Rede und Antwort, wurde von Andi Wenzl interviewed und musste im Anschluss zur Dopingkontrolle. Daraufhin gabs die Startunterlagen, die technische Abnahme der Fahrräder und der Fahrzeuge sowie ein Briefing für die Team Kapitäne. Letzteren Punkt schenkte ich mir und rollte noch ein bisschen mit dem Rad durch die Gegend. Um 18 Uhr gings dann rauf nach Malbun, einem hochalpinen Bergdorf wo die Nudel Party stattfand. In lockerer Atmosphäre gabs köstliche Pasta und lustige Anektoten vorgetragen von Andi Wenzel. Viel zu schnell verging die Zeit und mit den letzten Strahlen der Sonne verabschiedeten wir uns Richtung Hotel.
Race Day !
Der Tag X. Tagwache um 07.30 Uhr. Mit einer angenehmen Anspannung gehts zum Frühstück. Die Wetterprognosen haben sich bewahrheitet. Es schüttet wie aus Kübeln, der Wind weht und die Temperaturen liegen knapp über 10 Grad. Innerlich habe ich mich zwar schon damit auseinandergesetzt, trotzdem kommt keine rechte Freude auf. Den Rest der Vormittages liege ich im Bett herum, schaue fern, werde massiert, und versuche noch etwas Ruhe zu finden während alle anderen noch alle Hände viel zu tun haben. Je schlechter das Wetter desto mehr Arbeit für die Crew. Gegen Mittag gehts dann los zum Schloss Vaduz wo uns der Erbprinz von Liechtenstein pünktlich um 14 Uhr verabschieden soll. So stehen wir dann dort im strömenden Regen. 7 "Verrückte" die es sich zum Ziel gemacht haben in 6 Tagen über 47 Alpenpässe nach Monte Carlo zu radeln. Thomas Stindl bringt es auf den Punkt als er die Frage eines Kameramannes nach der Wasser-Dichtheit seiner Kleidung befragt, antwortet: "Das Gewand ist dich, aber ich kann nicht ganz dicht sein"!
14 Uhr! Endlich gehts los. Plützlich ist alles wieder so wie es sein soll. Weg ist die Nervösität und Anspannung. Ich bin ganz ruhig. Ich mache wieder das was ich gerne tue. Das Warten hat ein Ende. Endlich am Rad bin ich in meinem Element.
Neutralisiert gehts rüber nach Vorarlberg wo Andi Wenzl kurz vor dem Anstieg zum Furkajoch das Rennen offiziell freigibt. Dani Wyss setzt sich sofort ab, der Rest des Feldes bleibt zusammen und relativ geschlossen nehmen wir das Furkajoch bei heftigem Regen und dichtem Nebel in Angriff. Thomas sitzt bei Andi Wenzel im Auto und fungiert als Kameramann, Michi, *** und *** sind hinter mir im Pace Car, Petra und Otto steuern das Pace Car. Das Tempo ist hoch aber nicht unangenehm und ich finde recht bald meinen eigenen Rythmus. Recht bald zieht sich das Feld schon etwas auseinander und schon auf der ersten Abfahrt ist alles so wie ich es gerne mag. Alleine inmitten der großartigen Landschaft, das Pace Car hinter mir, Musik aus der Top Sound Anlage die mir Josef Donnerer besorgt hat - alles bestens. Die ersten Stunden vergehen wie im Flug. Furkajoch, Faschinajoch, den Raggal Pass lasse ich hinter mir ehe es das langezogene Montafon hinein geht. 60 Kilometer stetig bergauf. Und dann erst beginnt der lange Anstieg hinauf zur Bielerhöhe welche ich zusammen mit Thomas Stindl knapp nach 119 Uhr erreiche. 130 km und knapp 4000 hm habe ich bereits in den Beinen und gönne mir einen schnellen Kleiderwechsel um bei der ewig lange Abfahrt hinunter nach Pians nicht komplett auszukühlen. In Pians ist es schon ziemlich dunkel und ich nehme den Arlberg in Angriff. Der ist gut zum rollen und mittlerweile hab ich mich auch an den Dauerregen gewöhnt. Einen Vorteil hats immerhin. Es sind heute viel weniger Autos und vor allem Motorräder unterwegs als sonst. Der Arlbergpass erreiche ich so gegen 23 Uhr und es geht gleich weiter auf den Flexenpass ehe eine lange Abfahrt Richtung Reutte folgt. Auf den nächsten Pass freue ich mich schon seit einigen Stunden. Das Hahntennjoch wartet. Hier habe ich in meiner Zeit als alpiner Skifahrer viele Stunden verbracht und ich schwelge in Erinnerungen als ich mitten in der Nacht über diese einsamen Bergstrassen fahre. Am Hahntennjoch nach 270 km und 7000 Hm folgt wieder eine Kleiderwechsel ehe es in halsbrecherischer Manier hinunter nach Imst geht. Lisa gibt währenddessen Kostproben ihres Gesangtalents ab und so rolle ich bestens unterhalten von meiner Crew Richtung Obsteig Sattel. Der entpuppt sich als harmlos und ehe wir uns versehen sind wir auch schon in Stams. Dem Mekka der heimischen Ski Elite. Es folgen einige Kilometer flaches Rollen was an und für sich ganz erholsam wäre. Doch leider macht mir mein Knie mittlerweile schon massive Probleme. Am Anstieg zum Kühtai serviert mir Thomas noch eine selbst gemixte Rapidlösung mit Schmerzmitteln und entzündungshemmenden Mitteln, doch leider ohne Erfolg. Der Aufstieg zum Kühtai wird eine wahre Belastungsprobe. Mein Knie ist mittlerweile auf Faustballgröße angeschwollen und ich habe massive Probleme beim Treten. Übermüdet und unterkühlt wie ich bin, hoffe ich noch immer auf eine Linderung der Schmerzen und mache mich nach der Abfahrt vom Kühtai auf ins Ötztal. Immerhin wartet das längste Seitental der Ostalpen auf mich. Doch das Desaster wird immer größer. Das Timmelsjoch verlangt mir nochmal alles ab. Ich kann nicht mehr aus dem Sattel aufstehen und erreiche von den Schmerzen schon stark mitgenommen um 13.00 Uhr, nach 23 Stunden, 475 km und 11.000 Höhenmetern den zwölften und letzten Pass in Österreich. Jetzt gehts runter nach Italien. Aber bei mir geht erst mal gar nichts mehr. Totalsperre. Mein Knie lässt sich einfach nicht mehr bewegen. Nichtmal gehen kann ich mehr. *** und *** setzen mich aufs Rad, irgendwie soll ich es noch zum Wohnmobil nach St. Leonhard schaffen. Die Abfahrt eine Katastrophe. Während ich mit Tränen in den Augen Richtung St. Leonhard rolle, mobilisiert die Wohnmobil Crew schon die Ärzte im Krankenhaus Meran. Andi Wenzel wird informiert. Ich werde vom Rad gehoben und wie in Trance nach Meran geführt. Der Rest ist Geschichte.

Nachbetrachtung:

Das Leben geht  weiter!
2006 wird es wieder Sommer, und 2006 wird es auch wieder ein XX ALPS geben. Und auch ich blicke nach vorne und werde heuer versäumtes 2006 in Vaduz wieder gut machen.
Ich möchte mich auf diesem weg bei allen bedanken die uns mittels sms, e mail und anrufen mut gemacht haben.

Zu guter Letzt möchte ich mich auf diesem Weg recht herzlich bei allen Menschen bedanken die mich in der Vorbereitung und beim Rennen unterstützt haben.
Meiner phantastischen Crew (ihr seid die Besten!) , Tom und der Casa Medica  sowie allen meinen Sponsoren und Gönnern. Herzlichen Dank!
Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 26. September 2006 )
 
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Steffen Schelenz
Hey Franz, 
herzlichen Glückwunsch zu diesem hervorragenden 4 Platz. 
Insbesondere die Kraft und der Wille nach dem Sturtz weiter zu fahren ist einfach TOP. 
Ein großes Lob auch an Dein Team, das anscheinend sehr gut or