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Theiss (NÖ), 14./15.05.2005 24 Stunden Drafting Race Veranstalter Homepage Der erste große Test war auch heuer wieder die Kraftwerk Trophy in Theiss. Wie klappts mit der Ernährung, Bekleidung, Sitzposition waren die Fragen die es in Theiss zu beantworten galt und auch einem Teil meiner Betreuer für die Projekte im Sommer wurde erstmal im Renneinsatz auf die Finger geschaut!
Franz: 655 km / Platz 12 M Ak. Am Donnerstag vor dem Rennen bekam ich noch in letzter Minute meine neuen Xentis Laufräder und Freitag Vormittag ging es dann mit dem Casa Medica Sport Team Bus nach Krems. Mit an Board Michaela die sich das Erste Mal an ein 24 Std. Rennen heranwagt, und unsere Betreuerin und Masseurin Petra. Bei der Ankunft in Theiss natürlich die üblich Zeltaufbauhektik, alte und neue Bekannte werden begrüßt und eher wir uns versehen ist es stockdunkel und daher Grund genug ins Bett oder besser in den Bus zu verschwinden. Nach einer geruhsamen Nacht im Teambus dann letzte Vorbereitungen und eine Proberunde zum einrollen ehe wir uns kurz vor 10 zum Start begeben. Taktisch möchte ich den Tag über in der Gruppe Kilometersammeln und bei Einruch der Dunkelheit die Nacht bis zum Morgengrauen Solo fahren. Ich denke dass im Hinblick auf Glocknerman und XX Alps der Vorsatz die Nacht ohne Windschattenspender zu fahren ein guter ist. Ohne Verzögerung gehts dann auch los. Wie gewohnt mit einem ziemlich hohen Tempo. Das Wetter passt perfekt, nicht zu kalt aber auch nicht zu heiß und sogar der Wind hält sich in Grenzen. Die ersten 4 Stunden vergehen wie im Flug, ich hänge mal in der "Schnellen" Gruppe, dann wieder für einige Runden in einer etwas langsameren. So gehts denn ganzen Nachmittag dahin. In der Zwischenzeit sind auch Gerhard und Lisa Lusskandl eingetroffen um uns ein wenig zu unterstützen, und es freud mich ganz besonders beide am Streckenrand zu sehen. Sind sie doch Teil meiner Glocknerman und XX Alps Crew. Gegen 21 Uhr mache ich mich dann bereit für die Nacht. Bei einem kurzen Stop lasse ich mich wind und wetterfest einpacken, schnappe mir den MP3 Player und los gehts. Schön ist es mit Musik in den Ohren durch die Dunkelheit zu fahren. Ruhig und gelassen nehme ich den Wind und den einsetzenden Regen an und bleibe im Rythmus. Ich bin zufrieden. alles läuft problemlos und ich weiß dass ich bereit bin für die Aufgaben die im Sommer auf mich warten. Gegen 3 Uhr steige ich wieder vom Rad, der Regen hat aufgehört und mir ist viel zu warm. Bei dieser Gelegenheit wechsle ich die nassen Schuhe, lass mir von Petra die Beine kurz massieren und freue mich auf das letzte Drittel des Rennens. Der neue Tag beginnt und mit den ersten Lichtstrahlen erwacht auch wieder die Lust auf Tempobolzen in mir. Von 5 bis 10 gehts dann noch mal richtig zur Sache. Ganz besonder freud mich dass auch Michaela in den letzten Runden noch dazustösst. Gemeinsam mit Ihr überquere ich um 10.00 nach 656 Kilometern die Ziellinie. Das wichtigste aber bemerke ich erst im Laufe des Sonntags. Und zwar dass mein Körper die Strapazen ohne Probleme verarbeitet hat. Ausser einer natürlichen Müdigkeit und einem tauben Gefühl in den Handballen gibt es keine Anzeichen von physischen oder psychischen Problemen. Alles im Grünen Bereich! Zufrieden gönnen wir uns dann dass extra mitgeführte Bier vom Grazer Marienbräu und lassen bei der anschliessenden Siegerehrung die letzten 24 Stunden Revue passieren. Ganz besonders freue ich mich über Michaelas 506 km und über den unermüdlichen Einsatz von Petra, die 24 Stunden unter Strom gestanden hat nachdem Sie uns beide zu versorgen hatte. Herzlichen Dank auf diesem Weg an die Veranstalter die wirklich super Arbeit geleistet haben, Danke an Thomas und der Casa Medica Apotheke für das Engagement und die Unterstützung in allen Belangen, Danke an das Sporthaus Thonhofer für die prompte Erledigung meiner Wünsche, Danke an das Gh. Marienbräu in Graz/Waltendorfer Höhe und recht herzlichen Dank an Petra für die perfekte Arbeit. Michaela: 506 km / Platz 4 W Ak. Wenn man schon öfter bei einem 24h Rennen als Betreuer dabei war, will man natürlich wissen wie es ist selbst zu radeln. Daher nahm ich heuer die 24h in Theiß in Angriff, nachdem letztes Jahr die 12h so gut gelaufen waren. Man strebt schließlich nach höherem. Die Anreise erfolgte am Tag davor, es wurde das Zelt aufgebaut, was sich mangels einer Beschreibung als relativ schwierig erwies, anschließend ging´s zum Pre Race meeting und bald darauf ins „Bett“. Die Nacht war kurz aber relativ erholsam und die Zeit bis zum Start verging wie im Flug. Ich hatte mir keine Taktik bzgl. Pausenregelung und Tempo überlegt. Alles lief nach dem Motto „schau ma amal“. Die Ernährung erfolgte ausschließlich in flüssiger Form nach einem vom Mag. Thomas Verdino erstellten Plan, der sehr gut einzuhalten war. Ich musste nur die von Petra entgegengenommenen Flaschen austrinken und mir um nichts Gedanken machen. Um nicht zu überziehen wählte ich einen Pulsbereich zw. 120 und 130 was den Nachteil hatte allein fahren zu müssen, aufgrund des relativ starken Windes waren meine Rundenzeiten daher eher hoch. Nach 4h war die erste 10 min Pause angesagt- nach ca. 8h die 2. Diese Pausen waren nicht unbedingt nötig, aber nachdem mir völlig die Erfahrung fehlte wie es mir im Lauf der Zeit ergehen würde war ich eher vorsichtig. Weitere Pausen: nach 10h 15min, nach 12h 30min (Laktamessung:2,1 mmol) Nach 15,5 h war eine längere Pause angesagt die ca. 1 Stunde dauerte. Nachdem es zuvor 2h geregnet hatte musste ich mich umziehen. Weiter kurze Pausen erfolgten nach 18,5h 30 min(Laktatmessung:2,5 mmol) und nach 21h 10 min. Die Nacht war trotz des zeitweiligen Regens und des einsamen dahinradelns dank Musik aus dem I-pod kein großes Problem. Nur die Tatsache dass ich nachtblind bin erschwerte es auf der teils stockfinsteren Straße zu bleiben. Kleine Motivationstiefs konnten durch kurze Pausen sofort beseitigt werden. Alles in allem ergings mir wirklich gut. Ich hatte weder Probleme mit dem Sitzen, noch taten mir die Schulter weh, die sonst immer meine Schwachstellen waren. Die letzten 5 Runden konnte ich sogar in der Gruppe mit dem Franz und dem Franz Venier mitfahren, die aus ca. 10 Leuten bestand. Im nachhinein betrachtet wären sicher noch einige km drinngewesen. Und jetzt 3 Tage später überleg ich mir schon wo ich das nächste 24h Rennen fahren könnte... |