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RAAM 2008 - Platz 4
Ich verneige mich vor meiner Crew: Andrae, Berndl, Heli, Manu, Michi, Roli, Stefan, Udo, Walter

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UMCA RECORD "TRANSAUSTRIA WEST - EAST CROSSING"
718 km / 8868 hm in 27 Std. 17 Min.

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RAAM 2008

Heavyweight: Hypertrophietraining nennt sich das Zauberwort. Und dabei wachsen nicht nur die Oberschenkel von Franz

Furnace Creek 508 PDF Drucken
Geschrieben von Michaela Preihs   
Mittwoch, 10. Oktober 2007
beim-pre-race-meeting
beim pre race meeting
NEUE BILDER ONLINE !
Franz, unsere "House Mouse" belegt beim Extremradrennen FURNACE CREEK 508 in den Wuesten Kaliforniens den hervorragenden SIEBENTEN GESAMTRANG im 120 Mann starken Teilnehmerferfeld, GEWINNT die KLASSE der UNTER 30 JAEHRIGEN ÜBERLEGEN und qualifiziert sich damit nach dem Regelement der Ultra Marathon Cycling Association (UMCA), dh. kein Winschattenfahren, für das Race Across America (RAAM) !

Am Samstag dem 6. Oktober startete um 7.00 Morgens Ortszeit etwas nördlich von Los Angeles eines der schwersten Radrennen auf diesem Planeten. Schon die Eckdaten lassen erahnen welch unglaubliche Leistung von den Athleten gefordert wird. 812 km und mehr als 11.000 Höhenmeter durch absolut lebensfeindliche Umgebung. Das Death Valley, das sagenumwobene Tal von Badwater mit dem tiefsten Punkt der westlichen Hemisphäre und die unbarmherzige Mojave Wüste waren nur einige der „Besonderheiten“ auf diesem Kurs. Dazu kamen noch unvorhersehbare Begegnungen mit Wildhunden, Vogelspinnen und Klapperschlangen, sowie ein Straßenbelag der in Österreich nicht einmal auf einer Forststraße Verwendung finden wuerde.
Wir (Heidi, Juergen und ich) mussten schon kurz vor dem Start mit dem Pace Car Konvoi etwa 20 Meilen vorausfahren, um ein Verkehrschaos zu verhindern. Kurz nach Santa Clarita bogen wir links in die San Franciscito Canyon Road ein und innerhalb von 2-3 Kilometern waren wir komplett in der Wildnis. Die Landschaft veränderte sich schlagartig.

Erinnert Santa Clarita als Upper Class Vorort Wohnviertel eher an die typisch amerikanische Kleinstadt wie man sie aus Serien wie "Desperate Housewifes" kennt, fühlten wir unsplötzlich wie in einen John Wayne Film zurückversetzt.
Staubige Strassen, Braune Hügel, Felsen, ziemlich karg mit einem Wort. Knapp eine Stunde mussten wir warten und waren erstaunt dass Franz schon mit der Spitzengruppe am Horizont auftauchte.
Franz ging von Anfang an das hohe Tempo der Favoriten mit. Klar an der Front wieder der Vorjahressieger Michael Emde aus den USA, gefolgt von Michael Haase (beim RATA 2007 knapp hinter Franz) und Kenny Souza, allesamt RAAM erprobte Spitzenathleten welche hier das Tempo diktierten.

mugshot
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Die militante, straffe Organisation (der Veranstalter nennt seine Firma nicht umsonst Adventure Corps) erlaubte den gesamten ersten Tag nur Leap Frogging, dh. durfte der Athlet nicht aus dem fahrenden Auto heraus versorgt, sondern musste vom Straßenrand mit Nahrung und Flüssigkeit beliefert werden. Weiters wurde penibelst genau auf die Einhaltung sämtlicher Verkehrsvorschriften geachtet. Was soviel bedeutete wie „STOP means STOP“! Bei einer Stoptafel musste das Rad komplett angehalten, und nicht wie in Europa üblich ein wenig Tempo rausgenommen werden.
Das Leap Frogging machte aber wirklich Sinn, somit hatten wir Gelegenheit und ab und an die Beine zu vertreten, Franz in allen möglichen und unmöglichen Situationen zu fotografieren und zu filmen, und auch für Franz war es immer wieder aufs neue spannend was wir uns wieder für ihn haben einfallen lassen. Von meinen waghalsigen Kameraeinstellungen zwischen Kakteen und bis zu den Knöcheln im (schlangenverseuchten) Wüstensand, über Jürgens penibelst genau recherechierten Streckeninfos welche er Franz im Vorbeifahren, laufend, schnaufend aber detailliert mitteilte, bis hin zu unserem Cheerleader Heidi, welche uns dank ihrer hervorragenden "Drops und Kicks" beinahe von Scouts der Amerikanischen Major League abgeworben wurde.
Franz hatte zu diesem Zeitpunkt aber schon die ersten Probleme mit denen er sich herumschlagen musste. Der Tornisterverband, welchen er aufgrund seines Schlüsselbeinbruches Ende August noch tragen musste klemmte ihm irgendeinen Nerv im Nacken ein, was zur Folge hatte dass wir nach 5 Stunden den Verband einfach entfernten um kein "Sherman´s Neck" zu riskieren! In der Ersten Haelfte des Rennens klagte Franz ausserdem über die extremst trockene heisse Luft und den massiven Gegenwind.
Franz: „Es gab Streckenabschnitte wo ich auf der Ebene nur 12 km/h fahren konnte. Und das auf einer 45 km langen Geraden. Das muss man mit dem Kopf schon ganz schoen „hinhalten“ um nicht aus der Fassung zu geraten!
Hatte es am Ersten Tag angenehme 35-38 Grad im Schatten fiel die Temperatur in der Nacht rapide auf 5-8 Grad ab. Crewmitglied Heidi: „Franz zitterte am ganzen Koerper und wir mussten im Alles was wir mithatten anziehen.“
die-nacht-war-kalt
die nacht war kalt
Von Sekundenschlaf übermannt, kam es in der Nacht dann fast zur Katastrophe. Nur um Haaresbreite verfehlte ein entgegenkommender Truck unsere am Rad eingenickte "House Mouse"! Nachdem der Erste Schock überwunden war, wurde von Teamchefin Michaela eine 10 Minuetige Zwangspause verordnet!
Franz: "Ich weiss selber nicht warum ich in der Ersten Nacht schon solche Probleme mit dem Wachbleiben hatte. Evtl. war die Akklimatisierungswoche doch zu kurz und ich spürte die 9 Stunden Zeitumstellung doch noch? Wie dem auch sei, ich bin meiner Crew dankbar für die Entscheidung den Powernap einzulegen, und fühlte mich danach deutlich besser"!
Nach der kalten Nacht stieg das Thermometer beim Eingang zur Mojave Wueste in den frühen Morgenstunden wieder unaufhaltsam an. Zu Mittag erreichte die Temperatur mit 49 Grad im Schatten letztendlich Ihren Hoehepunkt und Franz seinen Tiefpunkt. Von Schmerzen und der ewigen Erschuetterung durch den immens schlechten Strassenbelag schon schwer gezeichnet hielt ihn nur mehr der unbändige Wunsch das Race Across America zu fahren am Rad.
Franz: "Mein vor 2 Monaten gebrochenes und noch immer noch nicht ganz verheiltes Schlüsselbein tat höllisch weh und ich hatte aufgrund der unglaublich schlechten Strasse wirklich Angst vor einem Sturz. 200 Kilometer bei fast 50 Grad Hitze können sehr lang werden, und wenn ich mir das Schlüsselbein bei einem Sturz nochmal gebrochen hätte weiss ich nicht ob ich es bis ins Ziel geschafft hätte. Aber die Gewissheit an die unendliche Zufriedenheit im Ziel und die Tatsache dass mit dem RAAM 2008 ein noch viel härterer Brocken auf mich warten würde, hielten mich am Rad!"
Betreuer und Fahrer Jürgen: "Wir kühlten Franz´ Beine und seinen Kopf mit Sprühflaschen und nassen Handtüchern. Speziell in den Bergaufpassagen stand die Luft regelrecht, und man hatte das Gefühl unter einer Trockenhaube zu sitzen."
Letztendlich hatten aber auch diese qualvollen letzten Meter ein Ende und nach 32 Stunden und 44 Minuten erreichte unsere "House Mouse" das Ziel in Twenty Nine Palms als Siebenter und Juengster!
Franz: „Das war sicherlich eines der schwierigsten, wenn nicht sogar DAS schwierigste Rennen meiner bisherigen Laufbahn. Mental und koerperlich musste ich noch nie so hart arbeiten und ich bin sehr sehr froh gesund und mit diesem Ergebnis in der Tasche die Heimreise antreten zu koennen. Jetzte freue ich mich einmal auf 2-3 Wochen Pause ehe ich mit der Training fuer das RAAM beginne!
Schlussendlich darf ich mich auf diesem Wege noch ganz gerzlich beim meiner wunderbaren Frau Michaela und meinen treuen Gefährten Heidi und Jürgen für Ihr Engagement, Ihre Geduld, und Ihren Einsatz in Allen Belangen bedanken! Vielen Herzlichen Dank dass ich dieses Abenteuer mit Euch gemeinsam erleben durfte!“

Das Film- und Vortragsprojekt "56.7 - durch das Tal des Todes" ist ebenfalls am entstehen. Wir haben eine Menge erstklassiger Fotos und Filmaufnahmen und hoffen noch vor Weihnachten damit fertig zu werden! 

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Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 11. Oktober 2007 )
 
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Rolf
Hi Michi hi Franz, 
so nun sitzen wir hier im Ötztal, genießen das schöne Ambiente und die Ruhe im Alpina. Der Sonntag kommt in riesen Schritten auf uns zu und wir sind heiß auf den Marathon. Nur eines ist diesmal anders: ... Ihr fehlt einf