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RAAM 2008 - Platz 4
Ich verneige mich vor meiner Crew: Andrae, Berndl, Heli, Manu, Michi, Roli, Stefan, Udo, Walter

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Franz beim Leistungstest im Sportwissenschaftlichen Kompetenzzentrum der FH Bad Gleichenberg

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718 km / 8868 hm in 27 Std. 17 Min.

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RAAM 2008

Heavyweight: Hypertrophietraining nennt sich das Zauberwort. Und dabei wachsen nicht nur die Oberschenkel von Franz

Race Across The Alps 2007 PDF Drucken
Geschrieben von Michaela Preihs (Graz)   
Montag, 25. Juni 2007
Aller Guten Dinge sind bekanntlich Drei.
franz-und-sein-team
franz und sein team
Nach 2004 und 2006 war es heuer die Dritte Teilnahme von Franz beim Race Across The Alps, welches sich nicht ganz zu unrecht mit dem Titel: "Schwerstes Eintages-Radrennen der Welt" schmückt.
545 km und fast 14.000 Höhenmeter muessen innerhalb von 32 Stunden bezwungen werden und wenn Veranstalter Gernot Weinig nach Nauders einlädt, versammelt sich schon mal die Elite des Extremradsports in dem beschaulichen Ort am Reschenpass.
Nicht nur die Strecke beim RATA ist extrem, auch das Starterfeld war heuer "extrem" stark besetzt. Baloh, Strasser, Lindner, Zeller... die Liste liesse sich beliebig lange fortsetzen.

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Aber der Reihe nach: Wir kamen Donnerstag am Nachmittag nach etwas umständlicher Fahrerei durch Deutschland in Nauders an. Am Abend gab es dann das obligatorische Race Briefing und einen interessanten Vortrag von Rainer Popp, welcher als einziger bei allen (!) Sieben (!!!) Ausgaben des RATA am Start stand und immer ins Ziel kam.
Nach dem Abendessen ging es dann relativ zeitig ins Bett um nocheinmal ordentlich auszuschlafen und Kräfte zu sammeln.
Freitag früh dann der erste prüfend Blick von Franz aus dem Fenster, und siehe da: entgegen aller Wetterprognosen lachte uns die Sonne entgegen. Guter Dinge machten wir uns also daran die letzten Vorbereitungen zu erledigen, das Auto vollzutanken und Franz mittels Compex Stromtherapie nocheinmal ordentlich "durchzukneten".
Um 11 Uhr gab es dann eine Fahrerpräsentation am Hauptplatz von Nauders, wo um 12 Uhr dann auch der Start erfolgte.
Schon am Reschenpass zerfiel das Starterfeld in 2 Gruppen nachdem die Spitze schon zu Beginn mächtig aufs Gaspedal drückte. Franz konnte sich in der Ersten Gruppe halten und begann zusammen mit Ratschob, Strasser und Haase den Anstieg auf das Stilfserjoch.
Das Tempo war sehr hoch, doch Franz machte einen kraftvollen Eindruck und fühlte sich nach eigenen Angaben "wohl". Auch der Gavia verlief in selbiger Manier, leider stürzte der 4-fache RAAM Finisher Dave Haase bei der Abfahrt, blieb aber zum Glück unverletzt und konnte das Rennen fortsetzen.
Strasser, Ratschob und Franz fuhren auf dem Weg nach Edolo auf Ilja Höfler auf, und wieder zu viert machten sie sich auf den Weg über Aprica den Mortirolo in Angriff zu nehmen.
Der Mortirolo fing eigentlich ganz passabel an. Franz konnte gut mit der Gruppe mithalten und zeigte keine Schwäche. Plötzlich, innerhalb von 5 Minuten verfiel er aber regelrecht und war aufeinmal schwer gezeichnet. Kalter Schweiss, Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen und laut eigenen Aussagen "ein Gefühl als hätte sie mir das Leben ausgesaugt" zwangen ihn für 10 Minuten vom Rad.
Danke an dieser Stelle an die Crew von Ilja Höfler, die sich wirklich rührend um Franz kümmerte und uns mit Gels, Bananen und riegeln versorgte. Irgendwie (wir rätseln noch immer) ist der Elektrolyth und Zuckerhaushalt von Franz durcheinandergekommen, und erst mit kalten Umschlägen und massenhaft Zucker konnten wir ihn wieder halbwegs stabilisieren und auf das Rad wuchten.

Franz-un-der-Berg
Franz und der Berg

Franz war zu dem Zeitpunkt etwas "durch den Wind" und lies im großen und ganzen alles mit sich machen. Also diskutierten wir nicht lange, setzten Ihn aufs Rad, und er begann (etwas verwundert und ungläubig dreinblickend) wieder zu treten. Wenn es doch nur immer so leicht wäre ... ;-)
Von nun an mussten wir also alleine durch die einbrechende Nacht. Die Gruppe um Strasser, Ratschob und Höfler war weg, und Franz mühte sich die extrem steilen Rampen auf den Mortirolo rauf. Bei der Abfahrt ging es ihm eigentlich schon wieder recht passabel und bei der zweiten Auffahrt nach Aprica konnte er sogar schon wieder recht druckvoll in die Pedale steigen.
Bei der Abfahrt ins Veltlin fuhren wir dann auf Valentin Zeller auf, der an diesem Tag auch nicht gerade vom Pech verschont geblieben war. Bei seinen beiden Bikes gab in regelmässigen Abständen irgendein Teil den Geist auf, was ihm Vergnügungen á la "Mortirolo mit 24 Zähnen" bescherte.
Geteiltes Leid ist aber bekanntlich halbes Leid, und es tat gut zu sehen wie sich die beiden fröhlich plaudernd den Anstieg zum Bernina teilten. Ein Klassiker war zweifelsohne der gekonnte Simultansturz von Vali und Franz über die regennassen Gleise des Bernina Express. Somit waren sie beide am Boden. Aber nur bildlich. Zum Glück war nichts weiter passiert und nach der unfreiwilligen Asphaltumarmung und einer spontan beschlossenen Pinkelpause ging es auch schon wieder weiter. Letztendlich schraubte Zeller das Tempo dann aber doch gehörig in die Höhe, und Franz liess ihn ziehen. Ruhe kehrte wieder ein und wir absolvierten den Rest des Bernina Passes im Alleingang.
Das schwere Gewitter mit Sturmböen, strömenden Regen und Hagel konnte Franz dann auch nicht mehr aus der Fassung bringen, nur unser Pace Car hatte mit dem "Himmelsgruß" so seine Probleme. Der Lack wird sich wohl noch länger an dieses Schauspiel erinnern.
Die Abfahrt vom Bernina war ziemlich einschläfernd, sowohl für Teile der Crew als auch für Franz den wir dann doch ab und an daran erinnern mussten die Augen vielleicht besser offen zu halten. Albula (Franz und der Berg mögen sich) war unproblematisch wie in den Jahren davor und auf der Abfahrt nach Tiefencasthel liessen wir im wahrsten Sinne des Wortes die Sau raus. Die Rehe und Hasen sprechen warscheinlich heute über noch nichts anderes, als den verrueckten Radfahrer in der Löffler Montur, welcher vor einem wild hupenden Auto mit 80 Sachen im Dunkeln duch den Wald bretterte. Weiter gings dann nach Davos (wo Ronny bleibende Eindrücke hinterliess - im wahrsten Sinne des Wortes) und rauf auf den Flüela. Franz war mittlerweile wieder wach und konnte ein ganz passables Tempo anschlagen. Am Ofenpass hatte er dann zwar noch so seine kleinen Hänger, doch der Schluck Bier, welchem wir ihm ab Beginn des Anstieges zum Umbrail verabreichten, weckte dann nochmal seinen Ehrgeiz und "laufend" ver- oder gefolgt von Bernd (im kultigen Superman Slip) und Ronny trat er dann auch noch den Umbrail ohne zu Murren rauf bis zum Stilfserjoch.
Dort wurde ihm dann traditionell ein Stück Vintschgerl als Appetianreger für das Finishermenü in den Mund geschoben, ehe wir bei der anschliessenden Abfahrt vom Stilfserjoch nicht nur Ronny´s Unterwäsche (sondern warscheinlich auch die von entgegenkommenden Passanten, Radlern und Bikern) für einen ehestmöglichen Wechsel präparierten. Immerhin schaffte Bernd im Schlepptau von Franz das, von dem viele Ralley Piloten nur träumen können. Die Abfahrt vom Stilfserjoch (!) auf nicht gesperrter Strasse (!) an einem sonnigen (!) Samstag (!!) mit Durchschnittstempo 70 (!!!). Wir waren zweifelsohne "King of the Road". Gott sein Dank hatte die italienische Polizei anscheinend Siesta und uns blieb ein Aufenthalt in der Justizanstalt Bozen erspart.
Am Reschenpass zeigte Franz dann nochmal was in ihm steckt und lies es zum großen Finale ordentlich krachen. Nach 25 Stunden und 30 Minunten hatte dann der Spuk ein Ende und wir durften uns über einen hart erkämpften Siebenten Rang freuen. Ende und Aus!

Vielen Dank auf diesem Weg an Bernd "die Brechstange" Knabl und Ronny "Steckerlhamster" Scheidl - es war ein tolles Rennen mit Euch. 

Letzte Aktualisierung ( Montag, 25. Juni 2007 )
 
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Rolf
Hi Michi hi Franz, 
so nun sitzen wir hier im Ötztal, genießen das schöne Ambiente und die Ruhe im Alpina. Der Sonntag kommt in riesen Schritten auf uns zu und wir sind heiß auf den Marathon. Nur eines ist diesmal anders: ... Ihr fehlt einf