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Mountainbike Marathon Kleinlobming PDF Drucken
Geschrieben von Franz Preihs   
Samstag, 22. Mai 2004

Homepage des Veranstalters

Kleinlobming STMK., 23.05.2004
F: 45 km , 2050 HM / M: 28 km , 800 HM

Das Regenwetter der letzten Tage, die herbstlichen Temperaturen und der bewölkte Himmel machen das Training weder leichter noch angenehmer - sich zu motivieren wird immer schwieriger und daher beschliessen wir recht kurzfristig Kleinlobming als schnelle Trainingseinheit einzubauen. Nach dem Höhentraining auf der Turrach bin ich zwar nicht gerade der frischeste, freue mich aber trotzdem auf die Herausforderung. Nachdem es am Samstag den ganzen Tag lang wie aus Kübeln regnet und die Wetterfrösche auch für Sonntag nicht gerade angenehmes Wetter prognostizieren stelle ich mich schon vorab auf eine Schlammschlacht ein. Ausserdem überlege ich die Streckenauswahl und versuche abzuwiegen was gut für mich ist. Zur Wahl steht die Langstrecke über 82 km und 3400 HM und die Mittelstrecke über 45 km und 2050 HM. Für beide ist das gleiche Nenngeld zu bezahlen und man kann auch wenn man für die Langstrecke genannt hat nach der ersten Runde ins Ziel fahren (45 km) und kommt dann in die Mittelstreckenwertung.
Nach einigem Hin und Her mit mir selbst nehme ich mir vor mich auf den ersten 30 Kilometern zu entschliessen. Miga nimmt sich heute die Kurzstrecke vor. Sie hat ein komplett neues Bike und möchte erst etwas sattelfester auf dem doch noch ungewohnten High-End Renner werden.
Das Wetter ist zumindest trocken als wir gegen 7.45 Uhr in Kleinlobming ankommen. Vom Steinplan runter weht ein kalter Wind und Richtung Gipfel kann man deutlich die schneebedeckten Bäume sehen. Steinplan - der Berg ist das Ziel für heute. Knapp über 1700 Meter hoch doch ein beachtlicher Brocken.
Nachdem ich durch meine Schusselei 5 vor Neun draufkomme das der Start um 9 erfolgt wird alles ein bisschen hektisch. Getränke zuhause vergessen, also muss ich heute mit Wasser und Vitamin C Brause auskommen, Riegel hab ich auch keine mit, von Energy Gels oder ähnlichem ganz zu schweigen. Verschärfte Bedingungen sozusagen. Die Asphaltstrasse gleich nach dem Start hält gleich ordentlich hin. Bis zu 20 Prozent Steigung und ein flottes Anfangstempo erfreuen mein Radfahrerherz. Aber auch die Athleten um mich bekommen zusehends mehr Farbe im Gesicht. 4 km später sind wir auf der Gaberl Bundesstrasse die ich eine Woche zuvor noch bei 2 Grad hinuntergefahren bin. Heute ists ein bisschen wärmer und ich noch ein bisschen frischer. Scharfe Rechtskurve ins Gehölz und der erste Downhill nach Kleinlobming City. Nasse Wiesen, Schlamm, Wurzelwerk - technisch schon etwas anspruchsvoller als die Gaberl Bundesstrasse.
Die ersten Fahrer machen schon unbeabsichtigten Kontakt mit dem Boden in dem sie Ihr Bike über die Lenkstange fliegend verlassen. Ich lass das denken sein und mach die Augen zu. Unten angekommen bin ich noch heil aber von Kopf bis Fuß betoniert mit Dreck und Kuhmist. Die XTR wird das erste Mal getreten um das Schaltwerk vom Matsch zu befreien, und schon gehts auf der anderen Talseite wieder rauf. Die Schlammpiste wird immer tiefer, bergauf wirds anspruchsvoll, berab noch mehr, ich verliere meine Trinkflasche - bei der ersten Labestation gibts nur Becher - zum Essen hab ich auch nix dabei - die Entscheidung ist gefallen! Nach einer Runde ist heute Schluss. Noch dazu stehen nächste Woche die 24 H in Krems am Programm. Daher kein Taktieren sondern antreten - und zwar kräftig. Die nächste Up´s and Down´s sind eher von unspektakulärer Natur, bis auf eine Geländekante vor der Auffahrt zur Steinplan Forsstrasse. Dort ist aufeinmal der Boden unter mir bzw. meinem Rad weg und ich nehme die Diretissima ins Bodenlose. Bei der Labestation mit flüssigem versorgt, nehm ich die Forststrasse auf den Steinplan in Angriff. Die ist angenehm zu fahren, zieht sich aber mächtig , vorallem das endlose Hochplateau. Ich bin aber gut im Tritt und flott unterwegs. Vom berüchtigten Downhill hab ich schon gehört, als ich das Gipfelkreuz passiere setzte ich mich aber das erste Mal damit auseinander. Ehe ich mich versehe bin ich mitten drinnen. Im (Veranstalter Zitat) "härtesten Downhill" Österreichs. 4 km gehts bergab, teils über Felswege, teils durch ein komplett verschlammtes Bachbeet (?) ... Die Finger schmerzen ziemlich, die Bremse raucht und ich bin froh nach 3 Stunden und 3 Minuten ins Ziel zu kommen.
Miga bewältigt die 28 km Strecke in 01.41.16 und wird hervorragende Dritte bei den Damen.
Alles in Allem war Kleinlobming ein interessantes Rennen, und wenn nicht gerade ein 24 Stunden Rennen vor der Haustür steht, werd ich mir sicher mal die Langstrecke vornehmen.

Franz: 03.03.03 h
Miga: 01.41.16 h

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Rolf
Hi Michi hi Franz, 
so nun sitzen wir hier im Ötztal, genießen das schöne Ambiente und die Ruhe im Alpina. Der Sonntag kommt in riesen Schritten auf uns zu und wir sind heiß auf den Marathon. Nur eines ist diesmal anders: ... Ihr fehlt einf