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718 km / 8868 hm in 27 Std. 17 Min.

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Heavyweight: Hypertrophietraining nennt sich das Zauberwort. Und dabei wachsen nicht nur die Oberschenkel von Franz

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RAAM 2008 - Platz 4
Ich verneige mich vor meiner Crew: Andrae, Berndl, Heli, Manu, Michi, Roli, Stefan, Udo, Walter

Mountain Man Alpin Duathlon PDF Drucken
Geschrieben von Franz Preihs   
Samstag, 7. Feber 2004

Losenstein OÖ, 07.02.2004
8 km Berglauf (500 HM) + 5,5 km Skitourenlauf (650 HM)
Mountainman Homepage

 

Franz:
Durch Zufall kam ich irgendwie auf die Homepage einer Veranstaltung die sich MOUNTAIN MAN nennt. Ein Alpin Duathlon, bestehend aus einem 8 km Berglauf mit ein bisschen mehr als 500 HM, und einem Aufstieg mit Tourenskiern, einer Abfahrt und einem neuerlichen Aufstieg (insgesamt 5,5 km und 650 HM mit den Tourenskiern). In Summe mit Laufen, Aufstieg, Abfahrt, Aufstieg, Abfahrt also 19 km und knapp 1200 HM.
Genau das richtige zur Formüberprüfung und nebenbei gleich ein netter Ausflug ins oberösterreichische Ennstal. Als wir ankommen liegt Losenstein, der kleine Ort knapp einen Halbmarathon vor Steyr noch im Bett, nur unzählige Transparente und geschäftiges Treiben am Hauptplatz lassen vermuten das hier in einigen Stunden eine Sportveranstaltung über die Bühne geht. In letzter Sekunde hab ich es auch geschafft Miga die Formüberprüfung schmackhaft zu machen, somit starten wir heute beide als Einzelstarter und holen uns erstmal im Festzelt die Startunterlagen.
Zuallererst gilt es einmal die Wechselzone einzuräumen wozu man mit dem PKW gleich die Berglaufstrecke abfahren kann / muss und sich somit schon einen Eindruck über die Tücken der Strecke machen kann. Am Berg angekommen erblicken wir schon eine kleine Zelt- / Transparentstadt und werden sofort von den überaus engagierten Ordnern und Helfern der Veranstalter empfangen, instruiert, etc.
Nach dem Einräumen der Wechselzone gehts für Miga und mich erstmal wieder runter ins Tal. Der Sturm und der Regen am Berg laden nicht wirklich zum verweilen ein. Dort trifft man alte und neue Bekannte, unter anderem haben auch Karl Kahlbacher aus Graz und der Weltrekordhalter im 12 Stunden Skibergsteigen Manfred Tod den Weg auf sich genommen und sich mittlerweile im Startbereich eingefunden. Dem üblichen Smalltalk folgt die Besteigung einer Burgruine (sozusagen als vorgezogenes Aufwärmprogramm) - und kurz vor 13 Uhr beginnen wir dann uns ein bisschen einzulaufen und für den Start aufzuwärmen.
Etwa 130 Staffeln (bestehend aus einem Bergläufer und einem Tourengeher), sowie circa 35 Einzelkämpfer (davon 5 Frauen) nehmen die Herausforderung MOUNTAIN MAN in Angriff, und es herrscht hektisches Treiben als wir uns circa 10 Minuten vor dem Start zum Briefing im Startgelände einfinden.
Der Start erfolgt pünktlich um 14.30 und wir setzen uns in Bewegung. Nachdem die ersten 2 Kilometer relativ flach sind, ist das Tempo natürlich dementsprechend hoch. Ich befinde mich in der Spitzengruppe die aus etwa 5 Staffelläufern und 3 Einzelläufern besteht, Miga ist etwas weiter hinten und wird Ihre Erlebnisse etwas weiter unten selbst beschreiben. Ich hänge hinter Karl dem zähen Bergfuchs aus Graz. Manfred Tod und 4 weitere Läufer reissen ein kleines Loch von etwa 20 Metern auf und ich beschliesse erstmal bis zur Schlüsselstelle bei km 3 (> 20% Steigung) abzuwarten und dann zu attackieren. Mittlerweile hat sich ein Staffelläufer an unser Zweier-gespann geheftet. Zu dritt nehmen wir den ersten ernstzunehmenden Anstieg bei km 3 in Angriff. Die knapp 25% Steigung sind nach den ziemlich schnellen ersten beiden flachen Kilometern etwas gewöhnungsbedürftig, doch ich finde überraschend schnell meinen Rythmus und merke das ich mich langsam aber sicher von Karl löse. Der Staffelläufer zieht mit und ich arbeite mich Schritt für Schritt an Manfred Tod heran, der zu diesem Zeitpunkt noch circa 30 Meter vor mir liegt. Ungefähr bei km 5 hab ich es geschafft und häng mich zum verschnaufen ein bisschen hinter Tod. Mittlerweile ist das Gelände auch wieder etwas flacher geworden und die Labestation gibt zusätzliche Kraft im rechten Moment. Ich fühle mich stark und die Witterungsbedingungen (~ 8 Grad, leichter Nieselregen, leichter Wind) sind ideal daher löse ich mich bei km 6,5 auch von Tod und laufe nach 37 min. und 24 sek. für die 8 km und 500 hm in die Wechselzone ein. Dort lasse ich allerdings unnötige Zeit liegen, hab Probleme mit meinen Schnallen bei den Skischuhen und werde in der Wechselzone von Tod und Kahlbacher überholt. Insgesamt kostet mich die Wechselzone satte 4 Minuten bis ich die Zeitnehmung auslöse und mit dem Tourenski Aufstieg beginne. Vom ersten Schritt weg fühle ich mich wohl und kraftvoll und mache mich an die Arbeit den circa 100 Meter vor mir befindlichen Karl einzuholen. Der erste Anstieg zur Hütte ist eigentlich recht flach und auch vom technischen Anspruch eher leicht zu gehen. Ein zwei kleine steile Passagen aber alles in allem ein müheloses Unterfangen. Daher erreiche ich die Wechselzone bei der Berhütte in dem Moment als sich Karl gerade in die Abfahrt stürzt. Felle runter - Bindung fixieren - und im freien Fall ins Tal. Anders kann man das nicht nennen. Tempobolzen am Limit lässt mich Karl kurz vor Beginn des zweiten Aufstiegs überholen. Während meiner Abfahrt sehe ich Miga in den Augenwinkeln die sich schon im ersten Aufstieg befindet. Unglaublich wenn man bedenkt das sie zu Weihnachten das Erste Mal auf Tourenskiern stand.
In der Wechselzone geht alles ziemlich schnell. Felle rauf, Flüssigkeit aufnehmen, rein in die Bindung und los gehts wieder. Der zweite Aufstieg verdient seinen Namen zu recht. Es wird steiler und auch technisch um einiges schwieriger als beim Ersten Mal. Doch die Motivation ist ungebrochen und auch der Körper zeigt noch keine Ermüdungserscheinungen und ich arbeite mich Meter für Meter Richtung Gipfel. Wie es der Zufall so will erreiche ich die Wechselzone bei der Berghütte gleichzeitig mit Miga, die zwar etwas ausgelaugt wirkt aber noch Guter Dinge ist. Ein kurzes "Hallo" und ich mache mich auf den Weg ins Ziel. Die letzte Schussfahrt ist ein Genuß und ich freue mich bei meinem Ersten Mountain Man Auftritt nach 1 Stunde 26 Minuten das Ziel als Vierter zu erreichen. Nachdem ich mich verpflegt und umgezogen habe stapfe ich meiner Miga entgegen und empfange sie nach 2 Stunden 5 Minuten im Ziel. Eine gewaltige Leistung nachdem Sie erst zu Weihnachten das Erste Mal auf Tourenski gestanden ist. Ich bin jedenfalls mächtig stolz auf Sie! 

Michaela:
Da ich bis jetzt noch nie an einem Duathlon teilgenommen hatte, geschweige denn an einem Alpinduathlon war ich dementsprechend nervös und unsicher ob ich den Mountainman am Losenstein überstehen würde. Wechselzone? Rythmuswechsel? Wie wird das werden? Erschwerend kam hinzu, dass ich einen Monat zuvor mit dem Skitourengehen begonnen hatte und vom Berglauf unter Wettkampfbedingungen schon gar keine Ahnung hatte. Ausserdem eröffnete mir Franz erst am Freitag, dass er mich für Samstag zu diesem Bewerb angemeldet hatte. Alles in allem – keine rosigen Aussichten.
Die Anreise sah so aus, dass sich meine anfängliche Nervosität in panische Angst umwandelte. Naja, in Losenstein angekommen holten wir unsere Startnummern, besichtigten die Laufstrecke und räumten die Wechselzone ein. Langsam verwandelte sich meine Angst in eine Vorfreude auf den Bewerb. Nach langer Zeit wieder eine Startnummer umzuhaben hat über den Winter nichts an Reiz verloren. Ganz im Gegenteil, es wurde wieder höchste Zeit – Alpinduathlon hin oder her.
Endlich war es soweit, der Startschuss erfolgte. Die ersten 2 km verliefen ziemlich flach und ich versuchte sie, hinsichtlich der nächsten 6km die mehr oder weniger steil den Berg zur Skipiste hinaufführten, eher locker in Angriff zu nehmen und einen Rhythmus zu finden. Das Feld zog sich langsam in die Länge und ich befand mich mit einigen Staffelläufer in einer kleinen Gruppe. Nur nicht das Tempo zu hoch ansetzten und nicht mitreißen lassen, das waren meine Gedanken. Ab km 3 begann ein ziemlich steiler Anstieg und ich musste Tempo wegnehmen. Der Puls war bei 175, aber darauf nahm ich keine Rücksicht da ich ein gutes Gefühl dabei hatte. Ab km 4 wurde die Strecke etwas flacher und ich wusste, den Berglauf würde ich gut überstehen. An die anschließende Skitour wollte ich zu diesem Zeitpunkt nicht so recht denken. Den 8km(550 HM) langen Lauf beendete ich in einer Zeit von 53min womit ich sehr zufrieden war. Jetzt ging´s in die Wechselzone, Schuhe tauschen, Skier nehmen und – aufgrund des akuten Schneemangels - zur Piste laufen. Der erste Aufstieg war nicht schwierig, da er entlang der Skipiste verlief und relativ flach war. Dabei kam mir Franz entgegen, der sich gerade bei seiner ersten Abfahrt befand. Das gab mir wieder neue Motivation und ich konnte mir endlich vorstellen diesen Bewerb zu finishen. Oben angekommen riss ich die Felle von den Skiern, steckte sie in die Hose (was ziemlich kalt war) und machte mich auf den Weg nach unten. Wegen der schlechten Schneeverhältnisse ein sehr schwieriges Unterfangen. Unten angekommen, wurden wieder die Felle aufgezogen und los zum zweiten Aufstieg, der wesentlich anspruchsvoller war. Entlang der Lifttrasse ging´s die erste Hälfte schon sehr steil rauf, aber die anschließende Passage über eine Wiese forderte meine dürftigen Aufstiegskünste in sehr hohem Maße. Mit ach und krach konnte ich es vermeiden die Skier abzuschnallen und raufzutragen. Oben angekommen war ich mehr als glücklich, denn ich wusste dass ich den Mountainman finishen würde, was ich nach der letzten Abfahrt in einer Zeit von 2h 5min auch tat. Im Ziel erwartete mich Franz und gratulierte mir voller Stolz zu meinem ersten Duathlon.

 

Franz: 01.26.07 h - Platz 4
Miga: 02.05.18 h - Platz 4
Abschliessen möchten wir uns noch bei den Veranstaltern des Mountain Man 2004 bedanken, die wirklich eine hervorragende Arbeit geleistet haben. Wir kommen gerne wieder!

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Steffen Schelenz
Hey Franz, 
herzlichen Glückwunsch zu diesem hervorragenden 4 Platz. 
Insbesondere die Kraft und der Wille nach dem Sturtz weiter zu fahren ist einfach TOP. 
Ein großes Lob auch an Dein Team, das anscheinend sehr gut or