|
Wiener LCC Herbstmarathon |
|
|
|
Geschrieben von Franz Preihs
|
|
Samstag, 25. Oktober 2003 |
|
42,195 km Das "rot-weiß-rote" Wochenende stand nach längerer Wettkampfpause bei uns mal wieder ganz im Zeichen des Sports. "Ironman" und Resnik Xtreme Team Leader Sepp Resnik lud am Samstag zum Empfang in die Grazer Burg, um sich im Beisein von Landeshauptmann Klasnic von seinen zahlreich erschienenen Freunden zu verabschieden. Die nächsten 65 Tage wird er auf seinen KTM BIKES 24.000 Kilometer zugunsten von Polio Plus um den Globus radeln. Mehr zu seinem Projekt findet Ihr übrigens auf der RESNIK XTREME TEAM HOMEPAGE und auf der KURIER Page. Die teilweise sehr persönlichen Ansprachen von Sepp und seinen Wegbegleitern und Gönnern verliehen dem Abend einen sehr persönlichen und familiären Charakter, und Miga und mir nebenbei auch noch die nötige Motivation für den Marathon am Sonntag. Gegen 22 Uhr machten wir uns auf den Weg ins Mürztal wo wir bei meinen Eltern einen "Schlaf"stop einlegten.
ls der Wecker um 06.00 klingelte waren wir somit ausgeschlafen und fit für die Reise nach Wien. Um 9 Uhr trafen wir uns mit den Kollegen vom RESNIK XTREME TEAM vor dem LCC Eingang. Allen voran Manuela - die noch keine Sekunde geschlafen hatte da sie Sepp im Konvoi bis an die Grenze nach Ungarn begleitet hatte. Auch Claudia, Wolfgang, Helmut und Christian trafen bald ein, und nach ein wenig Small Talk und einem Foto gings auch schon los mit den Startvorbereitungen. Die Temperaturen um die 3 Grad und der kalte Wind konnten uns dank unseres LÖFFLER Gore Tex Outfits nichts anhaben - und die neuen UVEX Brillen sorgten schon zu morgendlicher Stunde für den nötigen Durchblick. An die 1000 Starter hatten sich im Prater Stadion eingefunden um die 4 mal 10 km Runde mit einem kleinen Schwenker zum Lusthaus in Angriff zu nehmen. Nach den letzten 5 Wochen am Fahrrad im Dienste von VELOBLITZ , und einer wöchentlichen "am Rad" Zeit von circa 20 Stunden, konnte ich mir kein rechtes Bild über meine momentane Form in Punkto Marathon machen. Ich bestritt zwar im Training vor 2 Wochen die komplette Marathondistanz (huegelig) in 03.20 - aber jeder weis das Training und Wettkampf zwei komplett verschiedene Paar Schuhe sind. Ausserdem hatte ich am Dienstag eine unliebsame Begegnung mit einem KFZ - sprich Frontalabstieg über die Tür des gerade ausparkenden Autos. Meine Hüfte war dadurch ziemlich angeschlagen, was zwar beim 10 km test im Marathontempo am Freitag keine großen Probleme verursachte. Aber 10 km sind eben nicht 42 km ! Wie dem auch sei - Punkt 9 gings los, und ich gab meinen neuen FIL A Schuhen die Sporen. Wie immer waren die ersten 2 Kilometer etwas zu schnell und frohen Mutes nahm ich die erste der 4 Runden durch den Wiener Prater in Angriff. Die Praterallee runter gings dann durch die "Strasse des ersten Mai" am Riesenrad vorbei in einer großen Schleife wieder auf die Prater Hauptallee, dann rechts weg und über irgendwelche Nebenstrasse circa 1 km unterm Lusthaus wieder zurück auf die Allee. Dort dann retour bis zum Stadion um wieder in die nächste Runde zu gehen. Lediglich Runde 4 sah einen Schwenker zum Lusthaus und retour vor - um die geforderten 42,195 km zu erreichen. Ich war froh die Handschuhe und die Haube anzuhaben, die Kälte und der Wind liesen vorallem in den schattigen Passagen die Temperatur talwärts klettern, und die Sonne zeigte sich auch nur sehr verhalten. Alles in allem ein ziemlich grauer, trostloser Herbsttag. So lief ich also dahin. Ursprünglich eigentlich auf eine Zeit von 02.50 aus, musste ich aber schon bei km 10 klein beigeben. Es ging zwar sehr gut, aber eben nicht so gut um die 02.50 laufen zu können. Noch dazu spürte ich die linke Hüfte in den engen Kurven und pendelte mich daraufhin bei einem Schnitt von 04.10 min./km ein. Die letzten 5 fast ausschliesslich am Fahrrad trainierten Wochen kommen mir zwar sicher für mein RATA Projekt 2004 zugute, für die angestrebte Marathonzeit waren sie aber sicher nicht förderlich. Somit lief ich ein relativ ruhiges konstantes Rennen und freute mich trotzdem als die vierte und somit letzte Runde eingeläutet wurde. Ein Marathon, ob nun in 02.50 oder 02.57 ist eben ein Marathon und auch unsereins wird einmal müde. Von unserem mobilen Verpflegungsstation Heidi (thanx) noch ein Cola/RedBull geholt, versorg ich mich noch schnell mit einem kleinen Coffein Kick und strample die letzten 12 km in konstantem Tempo herunter. Nach 02.57.05 h laufe ich bei meinem achten Marathon dieser Saison trotzdem zufrieden über die Ziellinie. Immerhin eine neue Bestzeit - wenn auch nur um knapp 2 Minuten. Nachdem ich mich ein bisschen frisch gemacht habe lauf ich meiner Miga entgegen um sie auf den letzten Kilometern zu begleiten.Trotz beinahe nicht vorhandenem Training schlägt sie sich mehr als wacker und läuft mit mir gemeinsam nach 03.54 h über die Ziellinie.   mit sepp resnik  gl?cklich vereint im ziel  mit unserer betreuerin heidi |
|
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 19. Jänner 2007 )
|