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718 km / 8868 hm in 27 Std. 17 Min.

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Wienerwaldmarathon 42,195 km / 1500 HM PDF Drucken
Geschrieben von Franz Preihs   
Freitag, 8. August 2003

Geschichten aus dem Wienerwald ! Oder, wie 42 km so lange sein können ?!

Samstag 09.08.2003 - 06.30 Uhr - Mödling Innenstadt ! Das Städtchen kurz vor Wien liegt im Halbschlaf - nur vor der Jakob Thoma Schule tummeln sich Weitwanderer und eine Handvoll Marathonläufer bei der Startnummernausgabe. Glücklicherweise haben sich meine familiären Bande mittlerweile auch nach Wien erstreckt - und somit hatte ich die Möglichkeit die Nacht vor dem Marathon bei Michaelas Schwester zu verbringen. Während meine Kleine sich noch in der horizontalen befindet - treffe ich die Kollegen vom RESNIK XTREME TEAM ! Nach einem kurzen Spaziergang und einem Frühstück mit Sepp, Manuela und Christian gehts auch schon an die letzten Startvorbereitungen. 42,195 km und 1500 Höhenmeter durch den Wienerwald stehen heute auf dem Programm. Zu diesem Zeitpunkt noch ziemlich unbeindruckt von den nackten Fakten noch ein kurzes Shake Hands mit Claudia Illetschko und Co. an der Startlinie und los gehts um Punkt 8.

 

Ich setze mich gleich zu Beginn mit einigen anderen Halbmarathonstartern die mit uns die ersten 10 Kilometer auf der selben Strecke laufen und einem zweiten Marathonläufer vom restlichen Teilnehmerfeld ab. Der erste Kilometer durch Mödling ist noch relativ flach - dann gehts aber auch schon los. Knifflige Steigungen auf schmalen Wegen sind bei Temperaturen um die 35 Grad schon kein Spass, wenn man sich dann auch noch den Weg durch Wandergruppen bahnen muss wirds zunehmend schwieriger. Ausserdem gehen wir in der Gruppe ein relativ hohes Tempo - das vorallem die Halbmarathonstarter vorgeben. Schon bald wird mir klar dass ich doch den Trinkgurt mitnehmen hätte sollen. Der Mund ist trocken - der Körper schreit nach Flüssigkeit und die Labestation will einfach nicht kommen. Schon zu diesem Zeitpunkt wird mir klar dass es heute sehr sehr eng werden wird. Der Mountainbike Marathon von Mittersill steckt mir noch in den Beinen, und auch die Vorbereitungen auf meine Höhenbergsteigprojekte im Herbst forderten mich in den letzten Tagen, und dann noch diese Hitze und die spärlichen Labestationen... Augen zu und durch lautet das Motto - ich denke wenig und laufe schnell.

Obwohl ich mich eher als Bergspezialisten bezeichnen würde nehmen mich die eher kurzen aber teilweise immens anspruchsvollen Bergaufpassagen doch ziemlich mit. Der Halbmarathon wird in 01.50 h passiert - zu diesem Zeitpunkt liege ich zusammen mit einem anderen Marathonläufer an der Spitze. Gleich im Anschluss an die Labestelle bei der Halbmarathonmarke gehts einen steilen felsigen Waldweg hinunter, und ehe ich mich versehe ists auch schon passiert. Mit einem Hechtsprung begebe ich mich - es unbewusst meiner zu diesem Zeitpunkt warscheinlich noch schlafenden Freundin nachmachend - in die Horizontale. Bruchlandung im Geröll ! Blut auf den Beinen, Blut auf den Händen - Gliedmassencheck ! Füße ok - Hände ok - ich rappel mich hoch, mache einige prüfende Schritte und beginne wieder zu laufen. Zum Glück hat das Knie nichts abbekommen - aber die Hüfte macht im bergablaufen einige Probleme. Warscheinlich irgendwas überdehnt oder gezerrt denk ich mir und laufe / humple so gut wie möglich talwärts. Bis km 30 halte ich mich mit konzentriertem Laufen und positivem Denken aufrecht doch dann triffts mich wie ein Donnerschlag. Meine Kehle brennt, der Mund ist ausgetrocknet, die Zunge angeschwollen und der Berg vor mir nimmt kein Ende. Die Labestation bei km 35 ist wie eine Oase des Lebens für mich. Gierig schütte ich Unmengen von Isotonischen Getränken in mich hinein - kotze das meiste davon bei der nächsten Steigung schon wieder heraus und komme irgendwann doch mehr schlecht als recht auf der Wilhelminenwarte an. Von nun an gehts bergab erklärt mir der freundliche Herr am Kontrollposten. Hört sich einfach an - ist es aber nicht ! Zumindest nicht in meinem mehr als angeschlagenen Zustand. Aber wieder mal gewinnt der Kopf und ich trabe den Waldweg Richtung Mödling hinab. Mittlerweile sind Soll- und Richtzeiten vergessen - ich kämpfe ums durchkommen. Und siehe da - es geht ! KM 38, 39, 40 - das Ziel rückt in greifbare Nähe. Fertig aber froh stolpere ich nach 04.14 h in die Arme meiner Maus. Trinken, Essen, Duschen - zurück in die Zivilisation - Ein Marathon kann sooo verdammt lange sein.

Bei der Siegerehrung und dem gemütlichen Zusammensitzen mit Sepp Resnik und Seinem Extremen Team, Erich Mickler samt tierischer Begleitung ;-) im Anschluss sind die Strapazen aber bald wieder vergessen und nach einem herrlichen Tag an der frischen Luft :-) machen wir uns gegen 17 Uhr auf den Heimweg.
 
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Rolf
Hi Michi hi Franz, 
so nun sitzen wir hier im Ötztal, genießen das schöne Ambiente und die Ruhe im Alpina. Der Sonntag kommt in riesen Schritten auf uns zu und wir sind heiß auf den Marathon. Nur eines ist diesmal anders: ... Ihr fehlt einf