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UMCA RECORD "TRANSAUSTRIA WEST - EAST CROSSING"
718 km / 8868 hm in 27 Std. 17 Min.

Wörschach - Polio Plus Lauf PDF Drucken
Geschrieben von Franz Preihs   
Donnerstag, 17. Juli 2003

http://www.24stundenlauf.at/

18. - 19.07.2003

Nachdem wir mit Plechis Power Training am Sonntag dem 20. selbst einen Lauf in Kapfenberg zu organisieren hatten - ich aber trotzdem nach Wörschach wollte - kam mir der selbstorganisierte 48 Stunden Lauf von Dietmar "Pumukl" Mücke gerade recht. Der Polio Plus Lauf für eine Welt ohne Kinderlähmung ist ausserdem eine karrikative Aktion mit der ich mich auch menschlich identifizieren kann. Ursprünglich war mein Plan gewesen, die ersten 24 Stunden mit den 48 Stunden Läufern mitzulaufen - nachdem ich aber am VA Tag erfuhr - das es nicht möglich sei mich in die 24 Stunden Lauf Wertung zu nehmen - hatte ich zu diesem Zeitpunkt aber schon die ersten Motivationsprobleme. 24 Stunden als Training zu laufen erschien mir eigentlich nicht gerade sehr spannend. Das Problem war das wir 48 Stunden Starter die ersten 24 Stunden auf der kleinen (1.355 km) Runde zu laufen hatten, und erst mit dem offiziellen 24 Std. Start auf die Große Runde (~2.1 km) wechseln konnten. Also hies es neue Ziel zu deffinieren. Innerlich einigtre ich mich nach langem hin und her einmal einen 100´er zu machen, und dann zu entscheiden wie es weitergeht! 

 

Um 14 Uhr machten wir uns dann also auf den Weg. Christian CHMEL, Didi MÜCKE und Bodo - ein Geher aus Frankfurt. Während in Wörschach City noch heftig gehämmert und gebastelt wurde drehten wir also unsere einsamen Runden in der Ennstaler Nachmittagssonne. Speziell in der Anfangsphase verging die Zeit doch recht schnell - hatten wir 3 Läufer uns doch eine Menge zu erzählen. Doch 1.355 km sind nicht lange und irgendwann wirds dann doch etwas öde, noch dazu waren so gut wie keine zuseher da - und nicht nur einmal mussten wir uns den weg durch irgendwelche parkende lieferwagen und ähnliches bahnen. ich wendete wieder meine bereits erprobte "zwischenzielsetztaktik" an! mein erstes ziel war michi - meine freundin die so gegen 16.30 aus graz kommend in wörschach ankommen sollte. ich freute mich sehr als ich sie kurz vor halb fünf vor meinem auto erblickte. die nächsten 2 runden lief sie mit mir mit - ich erzählte ihr von den neuerungen und von meinen problemen mich zu motivieren - obwohl es genaugenommen kein wettkampf war. kurz nach 18 uhr traf ich dann auch meinen alten bekannten thomas puggl an der strecke. er hatte sich den 24 stunden lauf am nächsten tag vorgenommen, und begleitete mich einige runden. mittlerweile hatte ich den ersten marathon hinter mir und ging auf die 50 km marke zu. währendessen wir so dahinliefen - fanden sich auch einige freunde von uns und bekannte von michi vor meinem auto ein. michi hatte heute noch den halbmarathon um 20.30 auf dem programm.

während sich der großteil der anwesenden die zeit mit saufexzessen oder vorbereitungen auf den halbmarathon vertrieb - hatte ich so gegen 19.30 - nach 5.30 stunden den ersten großen hänger. ein motivationsloch tat sich vor mir auf und ich drohte reinzukippen. negative energie machte sich breit - das gedränge beim start (jugendläufe, 7k lauf - und der halbmarathon) ging mir ziemlich auf den A**ch - und kostete unmengen an energie. ausserdem stieg der alkoholpegel bei manchen menschen am streckenrand schon in bedenkliche höhen - und ich versuchte permanent eine erklärung zu finden - weshalb ich mich von irgendwelchen berauschten idioten dumm anpöbeln lassen muss. dumme kommentare und mit-wettlaufaktionen waren gang und gebe in den abendstunden. aber egal - jedes teif geht irgendwann mal vorbei - mein nächstes ziel hies halbmarathon und ich freute mich darauf meine freundin laufen zu sehen. den halbmarathonstart um 20.30 nutzte ich für einen kurze massage - das gedränge im start/zielbereich war sowieso zu groß und machte ein durchlaufen beinahe nicht möglich. gestärkt und massiert (danke petra!) machte ich mich auf dem weg und hatte jedesmal eine große freude wenn mich meine kleine überholte. sie hatte einen großartigen tag und sicherte sich mit einer zeit von 01.36 über die 21.1 km überlegen den sieg in der klasse w30! ich steuerte mittlerweile auf die 80 km marke zu - und der doppelte marathon war in greifbarer nähe. hochs und tiefs wechselten sich im minutentakt ab - und so gegen 23.30 war ich am ersten wirklichen totpunkt des abends angekommen. die füsse (vor allem die ballen) schmerzten, die zehen waren geschwollen und ich kam mir vor wie eine diddl maus. ich war eigentlich nur mehr verwundert das meine füße noch so normal aussahen - dem gefühl nach müsste ich schon schuhgröße 58 haben. didi machte mir das angebot mich von seinem physiotherapeuten durchkneten zu lassen, welches ich dankend annahm. die akkupunktur und die lymphdrainage tat unbeschreiblich gut - und nach 15 minuten war ich wieder fit und fleissig am kilometerfressen. der hunderter war zum greifen nahe , und so gegen 01.00 wars dann auch so weit. der hunderter war voll. das erste ziel war erreicht und meine motivation sank sofort in den keller. was jetzt ? 200 km anpeilen ? 24 stunden durchlaufen ? aber was war mit dem lauf am sonntag? ich musste auch dort meine leistung bringen - zwar nicht körperlich aber geistig! "hab ich genügend zeit zur regeneration wenn ich die 24 std. voll mache?" - fragen dieser art gingen mir permanent durch den kopf und liesen meine energie zusätzlich schwinden. resignation tat sich auf - und ich fand einfach kein ziel für das es sich lohnen würde die strapazen noch länger zu ertragen. 3 marathons in serie wär cool - fiel mir in letzter sekunde ein - oder besser noch: mach 100 runden - sagte ich zu mir selbst! das ist eine schöne runde zahl und eine gute kilometerleistung! gesagt getan - ich arrangierte mich mit diesem plan - begann zu laufen und war wieder alleine mit mir in der nacht (nicht ganz alleine - die nervigen besoffenen bewiesen erstaunliches stehvermögen an den bars entlang der hauptstrasse) ! kurz nach 3 uhr war es dann so weit - mit schmerzenden beinen begab ich mich zusammen mit meiner kleinen maus auf die letzte runde. 100 runden á 1.355 kilometer lagen hinter mir - ich war irgendwie erleichtert aber auch enttäuscht ! man will warscheinlich immer ein bisschen mehr ... aber egal - jammern gilt nicht und irgendwie war ich doch ganz froh als wir gegen 03.30 in meinen van kletterten um uns ein wenig schlaf vor der heimreise zu gönnen.

auf diesem weg möchte ich noch danke und hallo an folgende menschen sagen: meinem schatz für die positive energie und die betreuung, petra pölzl für die massage, meinen weggefährten didi, chris und bodo, didis betreuer für die akkupunktur sowie thomas puggl für das bier und das mitlaufen ;-) ! zu wörschach möchte ich noch sagen das ich es durchaus in ordnung finde eine große party zu machen - aber warum ich mich als athlet permanent von besoffenen anpöbeln muss seh ich nicht ein! während der nacht war kein einziger ordner auf der spärlich abgesicherten strecke - betrunkene fuhren mit ihren rädern kreuz und quer - es war einfach nervig !

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Letzte Aktualisierung ( Montag, 26. März 2007 )
 
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Rolf
Hi Michi hi Franz, 
so nun sitzen wir hier im Ötztal, genießen das schöne Ambiente und die Ruhe im Alpina. Der Sonntag kommt in riesen Schritten auf uns zu und wir sind heiß auf den Marathon. Nur eines ist diesmal anders: ... Ihr fehlt einf