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Nun sind wir bereits 2 Tage unterwegs und haben schon einiges erlebt – Start am Strand in Oceanside am Pazifik, quer durch Californien, erstmals Kontakt mit Wüste, und vor allem erleben lernen was es heisst, bei 45°C Radzufahrn. Weiter führte uns die Route in die Wüste von Arizona in der wir uns derzeit befinden ..... – aber erst mal eines nach dem anderen ..............
First of all, I proudly present Franz Preihs Race Across America Team:
Franz – unser Biker, ich erspar mir vorerst jeden weiteren Kommentar und jede weitere Vorstellung, denn das was Franz bei diesem, aber auch bei allen seinen anderen Rennen leistet ist nur schwer in Worte zu fassen .....
RAAM Team 1:
Manu (Manuela Konrad)-unser Ernährungsguru, Heli (Helmut Simi)-Navigator, Sportwissenschafter und Part der ärztlichen Versorgung, Udo (Udo Sterner) – Driver und Zuständigkeit Equipment.
Team 1 hatte gestern die Ehre, Franz vom Start an im Pacecar die erste Etappe zu begleiten ... „Ehre“, die Mörderstress bedeutete – denn Navigation lt. Roadbook, Kommunikation mit Franz und die gesamte Technik und ihre Tücken stellt uns immer wieder aufs neue vor Herausforderungen.... und vor allem gestern war für jeden das 1.MAL was das ganze doppelt stressig und schwer machte ....
Nichts desto trotz – Team 1 did a great Job Sunday afternoon .....
Team 2:
Michi (Michaela Preihs) - Ernährung u. Teamleader, Steff (Stefan Griesser)- Navigator und Fahrer, Berndl (Bernhard Knabl) - Navigator und Fahrer
Wir fuhren gestern den Camper vom Start bis zur Timestation 1 und übernahmen von Team 1 um 20uhr planmässig das Pacecar für die Nachtschicht ...
Die Aufgaben im Team 2 sind klar verteilt – Michi kümmert sich um Ernährung, Stefan navigiert, Bernhard fährt , vorerst, denn früher oder später sollten die Aufgaben untereinander gewechselt werden.....
Ob Team 2 jemals wieder mit dem Camper fahren darf wird sich noch herausstellen – nach etlichen Beschwerden aus Team3 ... blablablabla .... da sie „angeblich“ vergebnes versucht haben im Camper während der Fahrt zu schlafen. Zu unserer Verteidigung muss ich sagen – Strassen in Californien sind durchaus kurvereich, wir fahren ein Rennen und sind auf keinem Kindergeburtstag und anscheinend hat unser sensibles Team 3 extrem nervöse Magerl .... naja, anyway, Beschwerden an Team 2 stossen ohnehin auf taube Ohren- bei Beschwerden drehn wird lediglich die Musik im Cockpit lauter ....
Team 3:
........seit heute wissen wir, dass Team 3 den gleichen „Topfen“ mit Camper zumammenfährt wie Team 2 .......
Team 3 besteht aus folgenden Heros: Andrä (Andrä Wasler) – Arzt, Walter (Walter Schinzel) – Ernährung, Roli (Roland Pichler) Radtechniker
.......unser wohl ausgeglichenstes Team. Andrä, unser Herzchirurgen würd wohl nicht mal durch eine Klapperschlange im Camper aus der Ruhe gebracht werden, Walter- kennt solche Abenteuer wie dieses bereits aus Frankreich und hat in der einen oder anderen schwierigen Situation die nötige Ruhe um nicht nur die Situation zu meistern, sondern auch Ruhe ins Team zu bringen.....
Last but not least, Roli , unser Radmechaniker – wie soll man diesen Typen am besten beschreiben ?! .....ausser mit „lustig“ ..... Naja, Navigieren und Autofahrn ist mal definitiv nicht seine Stärke , sieht man Roli jedoch an den beiden Rennmaschinen vom Franz basteln, dann weiss man, dass er der best Geeignetste für diesn Job ist ..... Sorgfalt, Genauigkeit, Geschick, KnowHow, und und und .... Roli beim Werken am Rad zu beobachten macht wirklich Spass .......
Internetbetreuung:
Dieser Part macht uns derzeit ein bissel Kopfzerbrechen.
The Plan was, Internet is done by Bernhard.
Bin derzeit heilfroh dass mich Michi so tatkräftig dabei unterstützt – da ich ausschliesslich am Steuer des Campers und Pacecar gesessen bin, da blieb für Internet nur wenig Zeit.....
Internetverbindung: echte lässige Herausforderung – gar nicht einfach in Wüste von ein paar „Indianern und Cowboys“ einen Hotspot zu schnorren ... aber mit unser derzeitigen Einstellung, mit diesem Team alles schaffen zu können, wird auch diese Herausforderung in den kommenden Tagen kein ernsthaftes Problem darstellen.
Zum Rennen selbst:
Franz absolvierte in den ersten 24Stunden ca. 600km ..... ich erspare mir wohl jede weitere Erklärung, zumal wir versuchen werden, diese Leistung täglich die kommenden 9-10 Tage zu wiederholen ....
Gute Stimmung im Team – sogar sehr gute Stimmung im Team ..... und bei Franz – man darf mittlerweile nicht mehr vergessen, dass Franz seit 32 Std am Rad sitz , eine Nachtschicht hinter sich hat und es von Früh bis Spät beinahe 40°C im Schatten anzeigt ... – trotz dieser scheinbarer Horroreckdaten ist bei unserem Racer soweit alles im grünen Bereich, körperliche und psychische in guter Verfassung ... und wir versuchen derzeit alles, damit das so bleibt!
Wir, die Crew, sind froh mittlerweile, mit den ersten „kleineren“ Problemen konfrontiert worden zu sein – z.B. Folgen der Roadbookanweisungen und Navigation während Nacht, Franz bei Laune und munter halten ist teilweise schwieriger als man sich das als Aussenstehender vorstellen kann (ein Tip vom Nachtschicht-Team 2: Geschichten mit/über Nackige, Brüste und allerlei anderer Perverserein – damit kann man diesen Wahnsinnigen am Rad ganz gut bei Laune halten – ganz zum Leidwesen natürlich von Stefan und Bernhard, für die solche Themen normalerweise vollkommen tabu sind (hehe) ....
Aja, und Witze ...... der schlechteste Witz ist oft der Beste, erzählt man ihn um 4Uhr Früh einem Teilnehmer des Race Across America .....
Wir wussten ja bereits, dass früher oder später Probleme unterschiedlichster Art auftreten werden – dafür haben wir dementsprechend trainiert und uns vorbereitet – doch training und Realität sind oft 2 verschiedene welten ... wie gesagt – derzeit, beinahe Ende des zweiten Tages soweit alles im Griff und froh, vieles bereits gemeistert zu haben ......
Besondere Vorkommnisse in den ersten 32hours:
- Erster Patschn an Franzls Rennmaschine – ...für Roli unsern Radlgott natürlich ein Klax das zu richten ...
- Fenchel Tee !?- Franz braucht Fencheltee – kann sich irgendjemand da draussen vorstellen wie schwer es ist FENCHEL TEE in der Wüste Arizonas aufzureiben (?!), wenn erstens Mal die richtige Üersetztung für Fenchel fehlt und ......... naja, keine Ahnung wie das gehen soll – wir arbeiten nach wie vor dran ...
- Roli (Mr: „ich mag in meiner Ruheschicht nicht schlafn“) bekam seine erste , jemals genommene Schlaftablette – aber hierzu war eine Stunde Zureden und eine Drohung „Oida! Wennst net in 5Min schlofst reissn wir dir ane aun!!“ nötig ... übrigens- er schläft grad wie ein Baby, schnarrcht dass der Camper vibriert – und wir bereuhen gerade furchtbar ....
- Montags , ca. 2 uhr früh, bekamen wir die Ehre, unsre erste Vogelspinne am Fahrbahnrand betrachten zu dürfen .... zugegeben, ein bissl ein seltsames Gefühl .....
- Der eine oder die andere vom Team machten heute zum ersten Mal Bekanntschaft mit „im Freien GROSS aufs Klo gehen“ – ich mag jetzt auf keine Details eingehn, aber nur so viel für jeden als Gedankenanstoss: Wüste, hinterm Busch, wehrlos, Schlangen, nicht irgendwelche Schlangen .... Klapperschlangen........ unter diesen Kampfbedingungen lernt man recht schnell sein Geschäft zu verrichten ....
Abschliessend für heute möchten wir, Franz, Michi, Manu, Heli, Bernhard, Roli, Andrä, Walter, Stefan und Udo all jene recht herzlich grüssen, die uns von weit weg supporten, uns lieb haben und an uns denken !
HERZLICHE GRÜSSE vom RAAM Team Franz Preihs! |